Psychosophie

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In der Begegnung mit anderen Menschen können wir uns selbst und andere besser verstehen lernen. Wenn wir miteinander sprechen, begegnen sich subjektive Welten. Vielleicht entstehen daraus Einsichten, die für das je eigene Leben von Bedeutung sind.

Dienstag, 11. August 2009

Kommunikationsbarrieren: das Fernsehen ist nicht für alle da

Kommunikationsbarrieren sind ein weites Feld. Anschaulich und leicht zu verstehen ist das Problem der Fremdprachen - wer sich ohne hinreichende Sprachkenntnisse im Ausland bewegt, kann ziemliche Probleme damit haben, etwas zu verstehen und sich verständlich zu machen. Aus aktuellem Anlass möchte ich hier aber ein Problem aufgreifen, das noch wesentlich schwieriger ist.
Auf das Fernsehen zu verzichten würde vielleicht so manchem nicht allzu schwer fallen, auf das Musik hören... das ist schon wieder etwas anderes. Gar nichts zu hören... ist für mich genauso schwer nachzuvollziehen wie blind zu sein. Die Selbstverständlichkeit, mit der jene, die über diese Sinne voll verfügen können, das Sehen und Hören als Normalität betrachten, lässt wenig Interesse für die Belange jener aufkommen, die auf das eine oder andere verzichten müssen.

Das folgende Video ist sehr bewusst ausgewählt...




...denn wer die Gebärdensprache nicht beherrscht, versteht erstmal überhaupt nichts.
Und genau das ist das Problem. Hier geht es aber auch um einen Lösungsansatz, bezogen auf das Fernsehen: Untertitel nämlich, mit denen Hörgeschädigte und Gehörlose Fernsehsendungen trotzdem mitverfolgen können. Wie das aussieht, zeigt das Video deutlich.

Noch ein Video, wieder Gebärdensprache, für Hörende also im Normalfall absolut unverständlich.
Allerdings... hier mit Untertiteln. Schließlich habe ich also doch verstanden, worum es geht.




Untertitel sind technisch möglich - wenn man will. Im Moment genügt es mir schon, auf das Problem und auf die Aktion Untertitel aufmerksam zu machen.


Kommentare:

  1. Hallo! Als ich im KH war, hatte ich in der ersten Woche ein junges Mädchen bei mir auf dem Zimmer liegen, die durch eine zu spät entdeckte Hirnhautentzündung im Kleinkindalter ihr Gehör verloren hat. Sie bekam ihr zweites CI eingesetzt, um endlich nach 16 Jahren doch noch ansatzweise hören zu lernen.
    Ihre Mutter hat mir erzählt, daß Gebärdensprache nicht gleich Gebärdensprache sei. Das Mädchen ging zuerst irgendwo im Saarland auf eine Schule und hat dort für viele Sachen andere Zeichen beigebracht bekommen, als in der Schule in Trier, wo sie jetzt ist.
    Ich dachte immer Gebärdensprache wäre eine Einheitssprache, aber die Mutter sagt mir, daß es da wohl auch so was wie Dialekte gäbe! Fand ich sehr interessant!

    Die Aktion finde ich super! Schönen Restsonntag wünscht monisha

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  2. Hallo Monisha,
    Dialekte gibt es wirklich in der Gebärdensprache. Die Deutsche Gebärdenspache entspricht dem, was wir "Hochdeutsch" nennen, korrekterweise aber als 'Standardsprache' zu bezeichnen ist. Wo gebärdet wird, zeigt sich in aller Deutlichkeit: Miteinandersprechen ist leibhaft vollzogen.

    Dir auch einen schönen Restadvent!

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