Das Vorurteil sitzt tief und hat eine lange Geschichte: "Mathematik ist nichts für Mädchen, die können das nicht. Wenigstens nicht so gut. Also darf man eben nicht so viel von ihnen erwarten."
Stimmt das wirklich?
Einige bereits etwas älter gewordene Mädchen sind der Frage nachgegangen - und haben mächtig dabei gerechnet. Insgesamt wurden die Daten von 493.495 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 16 Jahren ausgewertet, die Daten stammten aus 69 Ländern. Eine Metaanalyse, die sich auf eine derart breite Datenbasis stützt, ist mehr als nur ein begrenzter Ausschnitt - man kann für die gewählte Altersgruppe ein hohes Mass an Repräsentativität voraussetzen. Das Ergebnis: die Mädchen waren eben nicht schlechter als die Jungen. In den Ländern, in denen die Geschlechter gleich behandelt werden, zeigten die Mädchen im Durchschnitt höhere Leistungen. Erkennbar war aber auch, dass sich die Mädchen weniger zutrauen - und damit lässt sich erklären, warum sie seltener eine Laufbahn im technischen oder wissenschaftichen Bereich einschlagen. Jungen schreiben sich selbst im Fach Mathematik eine höhere Leistungsfähigkeit zu und strengen sich mehr an.
In einigen Ländern waren durchaus Leistungsunterschiede im Fach Mathematik zu beobachten, die Forscherinnen gingen deshalb auch der Frage nach, woran das liegen könnte. Kaum verwunderlich ist die Beobachtung, dass Mädchen vor allem dort bessere Leistungen zeigten, wo es auch weibliche Vorbilder gab - also Lehrerinnen, Wissenschaftlerinnen usw.. Die Schlußfolgerung: Mädchen können im Fach Mathematik genauso gut sein wie Jungen, wenn man sie ermutigt und unterstützt.
Quelle: Science Daily, 06.01.2010
Literatur:
Nicole M. Else-Quest, Janet Shibley Hyde, Marcia C. Linn. Cross-National Patterns of Gender Differences in Mathematics: A Meta-Analysis. Psychological Bulletin, 2010; 136 (1): 103-127 DOI: 10.1037/a0018053
Stimmt das wirklich?
Einige bereits etwas älter gewordene Mädchen sind der Frage nachgegangen - und haben mächtig dabei gerechnet. Insgesamt wurden die Daten von 493.495 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 16 Jahren ausgewertet, die Daten stammten aus 69 Ländern. Eine Metaanalyse, die sich auf eine derart breite Datenbasis stützt, ist mehr als nur ein begrenzter Ausschnitt - man kann für die gewählte Altersgruppe ein hohes Mass an Repräsentativität voraussetzen. Das Ergebnis: die Mädchen waren eben nicht schlechter als die Jungen. In den Ländern, in denen die Geschlechter gleich behandelt werden, zeigten die Mädchen im Durchschnitt höhere Leistungen. Erkennbar war aber auch, dass sich die Mädchen weniger zutrauen - und damit lässt sich erklären, warum sie seltener eine Laufbahn im technischen oder wissenschaftichen Bereich einschlagen. Jungen schreiben sich selbst im Fach Mathematik eine höhere Leistungsfähigkeit zu und strengen sich mehr an.
In einigen Ländern waren durchaus Leistungsunterschiede im Fach Mathematik zu beobachten, die Forscherinnen gingen deshalb auch der Frage nach, woran das liegen könnte. Kaum verwunderlich ist die Beobachtung, dass Mädchen vor allem dort bessere Leistungen zeigten, wo es auch weibliche Vorbilder gab - also Lehrerinnen, Wissenschaftlerinnen usw.. Die Schlußfolgerung: Mädchen können im Fach Mathematik genauso gut sein wie Jungen, wenn man sie ermutigt und unterstützt.
Quelle: Science Daily, 06.01.2010
Literatur:
Nicole M. Else-Quest, Janet Shibley Hyde, Marcia C. Linn. Cross-National Patterns of Gender Differences in Mathematics: A Meta-Analysis. Psychological Bulletin, 2010; 136 (1): 103-127 DOI: 10.1037/a0018053
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