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Dienstag, 14. Juni 2011

nicht so... sondern so...

Einfach. Praktisch. Zur Erinnerung. Der Zusammenhang: in der Problemlösegruppe tauchte die Frage auf, wie sich im Alltag Veränderungen gestalten lassen. Tja, da ist mir so manches klar geworden, aber wie setze ich das im Alltag um? Die alten Muster, die gewohnten Zusammenhänge, die sind schließlich noch da. Das ist ein Grundproblem, das in der stationären und auch in der ambulanten Psychotherapie immer wieder auftritt. Das Muster "nicht so... sondern so..." ist eine einfache Erinnerungshilfe, eine einfache Tabelle. Die erste Spalte nimmt als Stichwort oder einfache Formulierung die Dinge auf, die nicht mehr sein sollen, persönlich formuliert: das, was ich nicht mehr (tun) möchte. Und dann kommt auf der rechten Seite (der rechen Spalte) das hin, was ich stattdessen (tun) möchte. Zum Beispiel...: da stellt einer fest, dass er Konflikten gerne aus dem Weg geht. Und was nun stattdessen? Alle Konflikte austragen? Auch mal die eigenen Rechte in Anspruch nehmen? Auch mal sagen: das passt mir nicht? Die Antworten sind persönlich und es dauert vielleicht seine Zeit, eine passende Formulierung zu finden. Oder: statt "mich selbst immer wieder überfordern" eben so: "meine Grenzen respektieren und zum Ausdruck bringen, wenn ich etwas nicht (mehr) schaffe". Oder statt "es allen Recht machen wollen" eben so: "abwägen, was wichtig ist und Ansprüche verschiedener Menschen ausbalancieren".
Und so weiter. Die Liste kann sehr lang werden, vielleicht ist es empfehlenswert, die wichtigsten Punkte herauszufiltern. Und dann auszuprobieren, was sich davon wirklich umsetzen lässt. Das dauert vielleicht seine Zeit, nicht alles wird sofort gelingen.
Das Wichtigste ist die schlichte Erkenntnis, dass es eine Menge Dinge gibt, die auch irgendwie anders gehen. Und wenn das Andere sich dann als besser, gesünder herausstellt, lohnt es sich, das Neue auch beizubehalten. Oder die Liste zu überarbeiten.
Es ist nicht nötig, alte Muster, die sich als schädlich, unpassend oder unbrauchbar erwiesen haben, für immer und alle Zeit weiter zu nutzen. Es geht auch anders. Eben nicht so (wie bisher), sondern so (wie es besser ist).



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Montag, 15. Februar 2010

Verhaltensanalyse: Einführung für Laien

Verhaltensanalyse: was ist das eigentlich, wie geht das und wofür ist das gut? Abseits von fachlich komplizierten Darstellungen soll die folgende Präsentation zum Durchklicken eine Einführung für Laien sein. Für Leute also, die damit im Rahmen der Verhaltenstherapie konfrontiert werden oder einfach neugierig sind, was es damit eigentlich auf sich hat.




s. auch: SORKC-Modell (Wikipedia)

Sonntag, 18. Oktober 2009

Veränderungen: Grundgedanken

Das Thema Veränderungen hat viele Aspekte und es lohnt sich, immer wieder einmal darüber nachzudenken. Was sich ändern sollte, ändern könnte, ändern müsste... und vor allem: wie das geht. Beziehen kann man das Thema auf das eigene Verhalten und dabei feststellen, dass es manchmal nicht so schnell geht, wie das vielleicht wünschenswert wäre. Wie lange dauert es, bis sich Veränderungen stabilisiert haben?

Einige allgemeine Einsichten, Grundgedanken also, habe ich hier zusammen gestellt.

1. Veränderungen brauchen Zeit.
2. Veränderungen sind unterschiedlich leicht.
3. Veränderungen brauchen unterschiedlich lang.
4. Veränderungen sind unterschiedlich erwünscht - und manche von manchen unerwünscht.
5. Veränderungen machen manchen manchmal Angst.
6. Nicht jede Veränderung ist auch eine Verbesserung. Was dabei eine Verbesserung ist, ist manchmal eine Frage der Perspektive.
7. Positive Veränderungen können von negativen Veränderungen begleitet sein.
8. Manche Dinge werden zuerst schlechter, bevor sie besser werden können.
9. Veränderungen sind unterschiedlich reversibel - in der Regel ist es aber leichter, etwas zu zerstören, als Zerstörtes wieder aufzubauen.


s. auch:
Veränderung tut not: zum Wandel des Bewusstseins
Probleme lösen



Freitag, 25. September 2009

Klimawandel: was kann ich da schon tun?



"Klimawandel ist kompliziert und machen kann ich da sowieso nichts". Stimmt nicht. Eine Denkrichtung bezieht sich auf die Frage, was jeder und jede Einzelne tun kann, um der globalen Erderwärmung entgegen zu wirken. Es ist neben der politischen Ebene, die global gesehen die Konferenz in Kopenhagen im Auge hat, ein konkreter Ansatzpunkt. Klar ist: je mehr Menschen sich darüber Gedanken machen, umso größer ist der Effekt.
Was also können wir tun? Beim Stöbern habe ich einige Tipps entdeckt, die als Anregung gedacht sind.
Alle Punkte einzeln "durchzubeten" ist mir zu aufwendig. Manche werden wohl feststellen, dass sie hier und da bereits umweltfreundliches Verhalten zeigen - und das hat sicher Gründe. Betrachtet man die Verhaltensebene allgemein unter dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit, liegen verschiedene Schlussfolgerungen nahe:

1. Umweltbewusstes Verhalten ist dann wahrscheinlicher, wenn es realisierbar ist. Frage also: was von dem, was in den Tipps genannt ist, kann ich unmittelbar umsetzen?
2. Umweltbewusstes Verhalten ist dann wahrscheinlicher, wenn es angenehme Nebeneffekte hat. Energie zu sparen bedeutet auch, Geld zu sparen. So manches ist nebenbei auch gut für die Gesundheit.
3. Umweltbewusstes Verhalten ist dann wahrscheinlicher, wenn es von einer stabilen Werthaltung, also durch entsprechende Einstellungen und Motive gestützt wird.

Es gibt Aspekte, die auf einer persönliche Ebene nicht zu beantworten sind. Technologien, Energiequellen, Wärmedämmung usw. - es kann nicht darum gehen, die gesamte Verantwortung auf das Individuum abzuwälzen. Aber es macht Sinn, dort etwas zu tun, wo sich etwas tun lässt. Am Anfang steht - das Nachdenken.
Bei alledem bleibt Skepsis. Denn der Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten ist nun einmal nicht so eindeutig, wie man vermuten könnte. Die geringe Korrelation zwischen Einstellung und Verhalten bedeutet konkret, dass der Bewusstseinswandel allein nicht genügen kann. Wer sich weiter in das Problemfeld vertiefen möchte, findet in einem Artikel von Udo Kuckartz zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten detaillierte Hintergrundinformationen.
Einen Gedanken aus diesem Artikel möchte ich noch zitieren: "Umweltbewusstsein und freiwilliges Handeln [sind] gefragt, wenn es Veränderungen geben soll."

Donnerstag, 24. September 2009

Veränderung tut not - zum Wandel des Bewusstseins

Das größte Problem des Menschen ist nicht die Erde, sondern das eigene Ich. Sich selbst zu steuern, das Miteinander zu gestalten und erst recht, sich als Teil eines großen Ganzen zu begreifen, das ist für Menschen immer wieder schwierig.
Die Erde dagegen weiss sich selbst zu regulieren und im Gleichgewicht zu halten. Das größte Problem der Erde also ist der Mensch, jene Krankheit namens "Homo sapiens".
Es existiert zwar die Idee vom "Bebauen und Bewahren" im menschlichen Bewusstsein, was aber daraus geworden ist und immer wieder wird, hat mehr mit Ausbeuten und Zerstören zu tun. Fürsorge für die Umwelt, Fürsorge für die eigenen Lebensgrundlagen jenseits der materiellen Grundlagen namens "Geld", ist den Menschen eher fremd.

Die Trennung des Selbst von seiner Umwelt, isoliert gedachte Individualität, jener fatale Irrtum des menschlichen Geistes, geprägt vom Beherrschenwollen, führt zu einer Bezugsgestaltung, die letztendlich selbstzerstörerisch ist - und damit dem Menschsein und seinen Bedürfnissen nicht entspricht. Denn der Mensch kann nicht ohne die Erde existieren, die Erde aber sehr wohl ohne Menschen.

Ohne tiefgreifende Veränderungen des menschlichen Bewusstseins lassen sich die großen Probleme der Welt nicht lösen. Die Schwierigkeit dabei ist, herauszufinden, wie das "neue Bewusstsein" aussehen soll und wie die Veränderungen hin zu diesem Bewusstsein zu bewerkstelligen sind. Schließlich wird all das noch nicht viel bewirken, wenn es sich nicht in konkreten Entscheidungen, konkreten Massnahmen, konkreten Einstellungsänderungen und Verhaltensänderungen niederschlägt. Es ist weder möglich noch wünschenswert, diesen globalen Prozess der Veränderung auf eine einzige Person oder einen einzigen Ort zu konzentrieren. Möglichst viele können, sollen und müssen daran beteiligt sein, möglichst viele Orte können, sollen und müssen zu lokalen Quellen für Veränderungen werden. All das muss nicht erst erfunden werden - es findet bereits statt.

Vielleicht ist es für den einen oder die andere nur eine dumpfe Ahnung, dass einige Dinge schief laufen auf der Welt. Für manche mag es ganz konkrete Punkte geben, die als veränderungsbedürftig wahrgenommen werden. Da mag es Verhaltensweisen geben, die Leiden verursachen, Erlebnisse, die als belastend empfunden werden. Einsichten, dass so manches an der eigenen Person liegt, so manches aber auch an konkreten Lebensbedingungen. Erkenntnisse, dass vieles von dem, was als veränderungsbedürftig erkannt wird, mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, technologischen und politischen Entscheidungen und Entwicklungen zusammenhängt.

Und dann gibt es Leute, die einem bestimmten Problemzusammenhang näher nachgehen, recherchieren, forschen, Zusammenhänge herstellen und erkennen, Details sammeln und aus alledem Schlussfolgerungen ableiten. Aus dem Tasten im Nebel schälen sich Ansatzpunkte heraus, Möglichkeiten, etwas Sinnvolles zu tun. Große Veränderungen setzen sich aus vielen kleinen Veränderungen zusammen. All das braucht Zeit, oft sehr viel Zeit.

Durchsetzen wird sich das, was sich bewährt.
Durchsetzen wird sich das, was glaubwürdig ist und Bestätigung erfährt.
Durchsetzen wird sich das, was dem Menschen entspricht.

Veränderungen entstehen oft aus einem Leidensdruck heraus. Etwas sanfter ist das Prinzip Unzufriedenheit, das in bestimmten Sachverhalten oder Prozessen Belastendes erkennt.
Veränderungsprozesse zu gestalten bedeutet, aus dieser Unzufriedenheit oder individuellem Leidensdruck etwas Konstruktives zu entwickeln. Dieser Prozess kann sehr viele Formen annehmen und hängt von individuellen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Kenntnissen und realen Chancen ab, an irgend einer Stelle in irgend einer Form etwas in Bewegung zu bringen.

Da mag ein Gedanke sein, der zum Nachdenken anregt.
Da mag ein Gefühl sein, dass eine wünschenswerte Veränderung angenehm erscheinen lässt.
Da mag ein Bild sein, dass wünschenswerte Veränderungen als Ziel repräsentiert.
Da mag ein Ziel sein, dass erstrebenswert erscheint.

Und schließlich eine Entscheidung, etwas Bestimmtes zu tun, das als sinnvoll, wertvoll, zielführend und realisierbar erscheint. Veränderung ist ein Prozess, der tagtäglich, jede Sekunde, überall auf der Welt geschieht. Es kann gar nicht anders sein, weil das Leben leben will. Und dazu gehört eben auch Wachsen, Reifen, Verändern und Sich-Verändern.

Was Veränderung bewirkt, ist das, was als das Notwendige die Not wendet, neue Akzente und Prioritäten setzt und aus dem Bedürfnis nach Lebendigkeit heraus Neues wagt. Das Risiko des Scheiterns ist allgegenwärtig, verdeckt aber niemals die Chance, an irgendeiner Stelle eben doch einen Schritt weiter zu kommen.

Wir sind Erde, Wind und Wasser.
Wir sind Acker, Baum und Wald.
Dort, wo wir den Zusammenhang erfassen, lässt uns die Erde,
unsere Umwelt, die Grundlage unseres Lebens, nicht mehr kalt.

Wir sind uns unserer Existenz bewusst, können über uns selbst nachdenken.
Damit sind wir gewissermassen aus der Natur herausgetreten, können ihr deshalb aber auch gegenüber treten. Der Austausch findet statt - mit jedem Atemzug. Dieses elementare Hin und Her ist ein wesentliches Merkmal des Lebendigen. Deshalb braucht die Umwelt, die Natur, die Erde eben auch unseren Schutz, unsere Fürsorge und Pflege. Weil wir ohne sie nicht und nichts sind.

Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

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