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Freitag, 4. September 2009

Das Bloglaukom - automatisches Kommentieren von Blogs

Auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Person entwickeln Blogplattformen seit neuestem ein Bloglaukom. Es handelt sich hier nicht etwa um eine Augenkrankheit, die durch das intensive Bloglesen entsteht, sondern um eine Neuschöpfung, die exakt "Blogs-Lesen-und-automatisch-Kommentieren" bedeutet. Damit wollen die Programmierer dem Bedürfnis nach ökonomischem Bloglesemanagement entgegenkommen und der Entwicklung eines strukturellen Überichdefekts, auch bekannt als "schlechtes Gewissen" entgegenwirken. An den Modulbestandteilen wird gegenwärtig intensiv gearbeitet.
Getreu nach dem Motto "niemand ist so irre wie wir alle zusammen" werden in verschiedenen Teams spezifische Buttons entwickelt, die künftig Kommentare per Mausklick ermöglichen sollen. Die automatische Anmeldung in Blogs, in denen das erforderlich ist, bildet einen Teil der Makros, die Stellungnahmen sind in verschiedene Rubriken gegliedert und können per Mausklick, in der futuristischen Variante auch durch akustischen Input (zwischen Worten und emotionalen Lautäußerungen) ausgewählt werden. Eine heiss diskutierte Variante orientiert sich am Grundmodell "Senf (dazugeben), Ketchup (dazukleistern) und Majonäse (ablassen)". 

Senf steht dabei für "find ich toll, da werde ich glatt gelb vor Neid",
Ketchup bedeutet "da werd ich rot, ob es daran liegt, dass ich das nicht verstehe oder ob ich eine andere Meinung vertrete und wütend bin, überleg ich mir noch" und
Majonäse steht für: "ich weiss nicht, was ich dazu sagen soll, aber immerhin wollte ich einen Kommentar dazu abgeben".

Nähere Hinweise zur Variante Senf-Ketchup-Majonäse finden sich in einem Link, der außerdem Hinweise zum Kalorienbedarf fleissiger Blogkommentatoren gibt.

Differenzierte Weiterentwicklung und die Integration in Blogmodule, Gadgets und Widgets werden mit Spannung erwartet. Ja, huh! Dann googeln wird mal, ab wann wir auf das Word pressen können. Blog over. 



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