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Mittwoch, 19. August 2009

Ladezeiten für Blogs

Die Browserwelt ist komplizierter geworden... Plugins. Private Browsing, immer mehr Einstellungen und rasche Veränderungen, mit denen kaum jemand Schritt halten kann... all das hat Konsequenzen. Ein Effekt ist auffallend - je nachdem, mit welchem Browser eine Seite besucht wird, sieht das Design unter Umständen ganz anders aus... Da gibt es Verschiebungen, abgeschnittene Zeilen, alles mögliche. Je nachdem, für welche Bildschirmauflösung ein Blog konzipiert ist, werden Module zusammen geschoben, fehlen zum Teil oder sind nur mit der vertikalen Leiste überhaupt sichtbar. Dann bleibt nur die Verkleinerung der Schriftgröße oder ein Befehl wie "fit to width" im Opera.
Was aber wirklich ärgerlich ist, dass sich durch aufwendige Designs die Ladezeiten zum Teil erheblich verlängern können - bis in den Minutenbereich hinein. Aufwendig bedeutet dabei nicht eine schön gestaltete Hintergrundgrafik, der entscheidende Faktor scheinen vielmehr Module zu sein, die aus verschiedenen Quellen Daten zusammen sammeln - das dauert eben und es genügt eine kleine Störung an irgendeiner Stelle, um den Ladeprozess erheblich zu verlängern. Wirklich herauszufinden, welche Module hier besonders viel Zeit kosten, wäre eine längere Forschungsarbeit... eines allein macht sich zunächst kaum bemerkbar. Mehrere zusammen dagegen verlängern die Ladezeit erheblich.

Vorläufig also scheinen mir zwei Dinge überlegenswert: zum einen die Angabe des Optimierungssettings, sprich: Browser und Bildschirmauflösung, für die ein Blog konzipiert ist. Größere Bildschirme finden zwar immer mehr Verbreitung, aber die Veränderungen im Design sind dann doch recht gravierend, wenn man ein Blog, das für eine Breite von 1680 Pixeln optimiert wurde, mit 1024 Pixel betrachtet.

Die zweite Idee ist die bewusste Bescheidenheit bezüglich der eingebauten Module... weniger ist mehr, wenn die Ladezeit noch im Rahmen bleiben soll. Wer besuchte Webseiten speichert und täglich an einem Blog arbeitet, merkt oft überhaupt nicht, wie lange es dauern kann, bis eine Seite von Lesern geladen wird, die vielleicht mit einer anderen Auslösung und ohne dieses Zwischenspeicherung arbeiten.
Interessant ist auch das Experiment, mit verschiedenen Browsern dieselbe Seite zu laden.

Getestet habe ich einmal...

Psychosophie
http://miteinandersprechen.blogspot.com
Inhaltliche Prüfung (40%) sehr gut
Die Inhalte sind von sehr guter Qualität. Die Seite bemüht sich um eine anspruchsvolle Darstellung.

SPAM-Prüfung (20%) sehr gut
Kaum Werbung und keine Belästigung durch SPAM.

Reputation (20%) ausreichend
Die Seite ist kaum anerkannt.

Usability (20%) befriedigend
Mittlere Usability.

Grummel.... als Beurteilung steht da: "Komplexe Navigation und zu viele Links. Es werden zu viele neue Fenster geöffnet. Unübersichtliche Anzahl von eingebundenen Objekten."

Gesamturteil gut (2.0)




Eine Patentlösung habe ich nicht parat... Ring frei also für Kommentare, Beobachtungen und schlaue Tipps!

s. auch: Qualitätsmanagement für Blogs

Samstag, 15. August 2009

Qualitätskriterien für Blogs


Was könnten sinnvolle Kriterien für die Qualität eines Blogs sein?
Einen Artikel zur Qualität eines Blogs möchte ich hier aufgreifen, die Darstellung der Kriterien wurde ergänzt und überarbeitet. Messbare Kennzahlen wie Besucherzahlen, Pagerank, Gesamtzahl der Beiträge etc. sind hier zunächst nicht aufgenommen.

1. Originalität
Also - etwas Eigenes, die eigene Meinung, eigene Erfahrungen, Bilder, Videos, Musik, Berichte... etwas, das sonst nicht oder nicht so leicht zu finden ist. Logischerweise geistern aktuelle Themen meist kreuz und quer durch die Blogosphäre und finden in zahlreichen Beiträgen ihren Niederschlag. Im Gegensatz zu Tageszeitungen, in denen mehr oder weniger überall dasselbe steht, bieten Blogs mehr Raum für Kommentare, Meinungen, Ergänzungen usw. Aktuelles kann also durchaus originell sein - wenn sich ein Beitrag nicht nur auf die reine Wiedergabe von Fakten beschränkt.
Originalität und Aktualität hängen zusammen - sind aber nicht notwendigerweise miteinander verbunden, wenn mit Aktualität der Bezug auf aktuelle Ereignisse gemeint sein soll.

2. Unterhaltungswert
Hier dürfte der Geschmack deutlich zu Buche schlagen... was für wen unterhaltsam ist, das ist eben Geschmackssache. Ob Unterhaltungswert ein sinnvolles Qualitätskriterium für Blogs ist, hängt vom Blogkonzept ab - Scienceblogs etwa, denen es mehr um sachliche Information bzw. wissenschaftliche Darstellungen geht, können auf Unterhaltungswerte eher verzichten. Trotz allem lockern Bilder, Videos, Anekdoten und Ähnliches die oft trockene Materie auf. Verfeinern lässt sich dieser Ansatz als blogspezifisches Infotainment.

3. Übersichtlichkeit
Zur Übersichtlichkeit gehört eine gewisse Struktur... zu viel Information und Durcheinander, bei dem nicht mehr erkennbar ist, was nun wohin gehört, wird manche Leser abschrecken. Nützliche Instrumente sind dabei Kategorien, Inhaltsverzeichnisse und Angaben über "ähnliche Themen" am Ende von Blogbeiträgen. So wird erkennbar, in welchen Zusammenhang ein Beitrag gehört.

4. Regelmäßigkeit der Beiträge
Vergleicht man ein Blog mit einer Zeitung, liegt Regelmäßigkeit als Qualitätskriterium nahe. Ganz unproblematisch ist dieses Kriterium aber nicht - denn früher oder später zeigt sich deutlich, dass manche Beiträge nur dazu dienen, überhaupt etwas zu publizieren. Wie lange kann der letzte Beitrag zurückliegen, bis ein Blog uninteressant wird? Inhalte, die sich nicht auf aktuelle Ereignisse beziehen, können sehr lange interessant bleiben - auch hier also scheint die Betrachtung im Zusammenhang des Blolgkonzepts sinnvoll. Die Tageszeitung von gestern interessiert kaum jemand... informative Artikel zu einem Thema können dagegen lange Zeit auf Interesse stossen.

5. Informationswert
Auch wenn es für die Mehrzahl nicht das wichtigste Kriterium ist - wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, schätzt den Informationswert. Also gut recherchierte Artikel, die Substanz haben, Quellen angeben, fundiert sind. Nun gibt es ja in jeder Disziplin so etwas wie "gesichertes Wissen", also einen allgemein akzeptierten Grundbestand und Bereiche, in denen mehrere Ansätze, Standpunkte und Aufassungen existieren. Für Laien dürfte es oft schwer sein, zwischen gesichertem Wissen und Hypothesen, Meinungen und persönlichen Standpunkten zu unterscheiden. Hilfreich dürfte es also sein, deutlich zu markieren, wo die Fakten aufhören und die Meinung beginnt...

6. Design
Ein schwieriges Kriterium... was ist ein "gutes Design"? Suche ich nur nach Information, kümmert mich das Design wenig. Aber ein schöner Hintergrund, ein ansprechender Seitenaufbau - das hat was. Darüber lässt sich vielleicht lange diskutieren. Von "schlicht und funktional" bis "komplex und aufwendig" reicht die Palette, die nicht nur eine Frage des Geschmacks ist. Im Zusammenhang mit Design und Layout spielt die Ladezeit eine Rolle - je mehr Elemente, Widgets, Maps etc. eingebaut sind, umso mehr verlängert sich die Zeit, die vergeht, bis alle Details von verschiedenen Servern zusammen gesammelt sind. Hier stellt sich wieder die Frage der Übersichtlichkeit.

7. Stil und Rechtschreibung
Wieder ein komplexes Thema... was ist ein guter Stil? Auch darüber lässt sich viel nachdenken...
Nicht selten finden sich in einem Blog mehrere Stile gleichzeitig - auch das kann ein Blog interessant machen. Rechtschreibung sollte mit dem Blick auf Suchmaschinen wichtig sein, aber auch im Interesse jener liegen, die ernst genommen werden wollen.

8. Interaktivität
Mit dem Stichwort "Interaktivität" sind Elemente gemeint, die Kontakt und Austausch ermöglichen - in der Form von Kommentaren, Nachrichten oder E-Mails. Detailfragen beziehen sich auf die Zugänglichkeit der Kommentarfunktion (mit oder ohne Kennwort, Anmeldung usw., Moderation, Häufigkeit und Zeitnähe, mit der Kommentare beantwortet werden), aber auch auf den Aspekt der Bezugnahme auf Kommentare bzw. Artikel in anderen Blogs.

9. Blogkonzept
Zum Blogkonzept gehört auch die Frage des Wiedererkennungswertes - ziehen sich bestimmte Themenfelder wie ein roter Faden durch ein Blog, entsteht ein blogspezifischer Erwartungshorizont, gewissermassen eine "Marke".

Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung und Diskussion:

  • Welche Kritierien sind besonders wichtig?
  • Wie lassen sich die einzelnen Kriterien beurteilen?
  • Welche davon lassen sich messen, welche nicht?
  • Welche Bedeutung haben messbare Werte wie Besucherzahlen etc.?
  • Welche Rolle spielen Impressum, Autoren usw.?
  • Hat Werbung einen Einfluss auf die Qualität eines Blogs? Wenn ja, welchen?
  • Welche Wünsche ergeben sich für die Qualitätsverbesserung von Blogs...
  • ...als Blogger
  • ...als Leser
  • ...an Plattformbetreiber?
  • Fehlen in der Aufstellung wichtige Kriterien (es können auch persönlich wichtige Kriterien sein!)?

Qualitätsmanagement für Blogs

(Erste Fassung)

Das Thema ist nicht neu und hat viele Aspekte. Zum einen stellt sich die Frage nach sinnvollen Qualitätskriterien für Blogs - darüber kann man unterschiedlicher Auffassung sein und es muss hier nicht um einen Konsens gehen. Als Anregung und Impuls für jene, die Blogs gestalten wollen, können Möglichkeiten sichtbar werden, hier und da etwas besser oder auch nur anders zu machen.

Journalisten sind immer wieder eifrig dabei, wenn es darum geht, Blogs abzuwerten... es gibt aber sehr viele hochwertige Blogs und Potentiale, die sich mit einem sinnvoll angewendeten Qualitätsmanagement aufwerten lassen. Das Thema ist ein offenes Projekt.

Problemaspekte und Fragen

  • Was sind mögliche Qualitätskriterien für Blogs?
  • Welche Qualitätskriterien sind für wen sinnvoll bzw. von Bedeutung?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Qualität zu "managen" und Blogs besser zu gestalten?
  • Welche Probleme treten für Blogleser möglicherweise auf?
  • Welche Methoden gibt es, einzelne Qualitätskriterien zu beurteilen bzw. zu messen?
  • Welchen Einfluss hat das Blogdesign auf Ladezeiten und Darstellung des Blogs?
  • Welchen Einfluss haben Browser und ihre Einstellungen auf Ladezeit, Darstellung und die Möglichkeit, sich an interaktiven Elementen wie Kommentaren und Chatboxen zu beteiligen?
  • Welche Konsequenzen hat das "Optimierungssetting", also Browser, Browsereinstellungen und Bildschirmauflösung auf die Darstellung von Blogs mit anderen Settings?

Soweit also er erste Entwurf...

Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

Oft gelesen