Zur Visualisierung der Aktivierung weisser Blutkörperchen bei zu geringer Leukozytenzahl. Ob es etwas bringt... keine Ahnung. Aber versuchen kann man es ja mal, die Blutpolizei zu unterstützen, wenn mit den Leukozyten etwas nicht stimmt. Den Dingern wird immerhin wohl ziemlich selten ein Stück gewidmet.
An diesem Stück bastle ich seit Monaten immer wieder herum... eine neue Bassmelodie musste her und das Geläut am Anfang könnte, sollte und dürfte die Vorstellung wecken, über einen Dom zu fliegen. Ansonsten stelle ich immer wieder fest, wie irrsinnig schwierig es ist, ein bestimmtes Klangbild auch wirklich umzusetzen...
Klingonen haben wohl einen seltsamen Musikgeschmack… aber das ist auch eine Herausforderung. Wie eine waschechte Klingonenband wohl klingen würde? Aus der 'Next Generation' habe ich einMotiv gemopst, leicht modifziert und an menschliche Ohren angepasst. Sagen wir, es ist ein Versuch.
Noch eins... im Grunde einfach gestrickt, ein Grundthema mit Variationen, eine Mischung verschiedener Stilelemente. Es soll ermutigen, etwas Neues zu versuchen. Und hat Spaß gemacht.
So... auf meiner neuen Seite bei Soundcloud habe ich mich jetzt eingerichtet und möchte erstmal noch fröhliche Weihnachten wünschen. Und jetzt bin ich gespannt, wie das Einbetten von Sounds hier aussieht. Das Stück 'Lacunae' (sehr bedeutungssinnig übrigens...) ist überarbeitet, zeigt einen (für mich) eher ungewöhnlichen Stil. An den Drums und an der Spacepadeinlage habe ich noch herumgebastelt und (wieder einmal) bemerkt, dass Komponieren ein durchaus mühsames Geschäft ist. Aber eben ein Ausgleich zum Alltag. Faszienierend ist dabei das 'Wortlose', die 'Sprachlosigkeit', gleichzeitig die Internationalität der Musik. Gibt es irgendwo Menschen, die keine Töne von sich geben?
Leider ist das ja alles mit 'Geräusch' verbunden, welch segensreiche Erfindung ist da jenes Stöpselgerät namens Kopfhörer, das es in jedem Trubel ermöglicht, eine individuelle Geräuschkulisse aufs Ohr zu drücken. Bedauerlicherweise nehmen sich die Menschen dabei gegenseitig oft überhaupt nicht mehr wahr... aber auch das scheint irgendwie ein Akt der Selbstbestimmung zu sein. Sei's drum. Vielleicht ist das die 'Choice of Germany'?... Wer sich dafür entscheidet, ein besinnliches gemeinsames Weihnachten zu verbringen (mit oder ohne Weihnachtsgurke): viel Spaß dabei.
Gerade in Krisensituationen verlieren manche Menschen die Nerven. Was bedeutet, sich aufzuregen, übermässig aktiv zu sein. Sich aufzuregen. Wenn ich mich aufrege, wer regt dann wen auf? Ich aktiviere mich selbst (oder: mein Selbst, meinen Körper), und das vielleicht zu stark. Das kann sehr ungünstig sein, denn zuviel Aufregung reduziert das Denkvermögen. Einen klaren Kopf bewahren, das mag nicht immer leicht sein. Also ist das Sich-Beruhigen angesagt, bis der Kopf wieder klar denken kann. Keep cool in crisis – das kann bedeuten, einen ‚kühlen Kopf’ zu bewahren. Also… mal ganz langsam. So langsam, dass es gerade gut ist für den Kopf. In diesem Geiste ist das folgende Stück entstanden. Ob es genügt, oder wenigstens hilft, auf den nüchternen Boden der Realität zu kommen?
Ein Klick auf den Link und es darf gelauscht werden. Auch ohne Krise.
Was Trauer ist, weiß ich wohl, und dennoch fällt es schwer zu beschreiben, was Trauerarbeit ist, wie Trauer "geht". Es scheint eine sehr persönliche Erfahrung, ein individueller Prozess zu sein, in dem sich Phasen benennen lassen, der aber auch nicht leicht zu verstehen oder zu begleiten ist.
Dehalb habe ich versucht, einen musikalischen Raum zu schaffen, der Traurigkeit aufnimmt und leben lässt, Brüche und ins Leere laufende Muster musikalisch thematisiert, gleichzeitig aber auch daran erinnern soll, dass das Leben weiter geht. Das Verlassen, Loslassen, Sich-Verlassen-Fühlen und in der Erinnerung die Unsterblichkeit des Lebens selbst zu erfahren, all das gehört dazu. Und so, wie das Stück ein Ende hat, darf und soll auch Trauer einmal ein Ende finden.
Schaade... drop.io gibt es nicht mehr. Damit ist viel Arbeit verlorengegangen und meine Methode, einen Player einzubauen und damit eigene Werke vorzustellen, funktioniert nicht mehr.
Das Projekt "theradio", von dem ich kaum jemand etwas erzählt hatte, ist damit ebenfalls gescheitert. Aber... irgendwie geht doch etwas. Auf jeden Fall sind nach der Überwindung gewisser technischer Probleme, die mit einer zerkratzten Programm-CD zu tun hatten, wieder musikalische Bastelarbeiten in Planung. Und - bis ich bessere Lösungen gefunden habe, möchte ich ein aktuelles Stück als Link hier einbauen. Die Methode funktioniert über eine Dropbox.
Organ Rhythm ist der Arbeitstitel, die Ausarbeitung noch nicht ganz fertig. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere angeregt, ein Instrument zu schnappen und eine Melodie dazu zu improvisieren. Die anderen... können horchen oder auch nicht.
Jetzt interessiert mich natürlich, ob die Datei auch abrufbar ist... Bitte um Rückmeldungen!
Ein kritischer Blick auf die Vergangenheitsorientierung - so wichtig es auch sein kann, Vergangenes aufzuarbeiten, ohne den Blick nach vorn, ohne die Orientierung an der Gegenwart, dem Hier und Jetzt, bleibt der Rückblick eine einengende Angelegenheit. Der Song von Wolfsheim bringt mit seinem "kein Zurück" eine elementare Einsicht zum Ausdruck: was war, lässt sich eben nicht ungeschehen machen. Die Zeit läuft. Läuft sie davon? Wie auch immer: es gibt keinen Weg zurück zu dem, was war. *
'Eine Sonate täglich, 30 Minuten lang': so lautete die Dosierung des Medikaments "Mozart" für frühgeborene Babies, deren Entwicklung gefördert werden sollte. Dr. Dror Mandel und Dr. Ronit Lubetzky (Tel Aviv) stellten dabei fest, dass Mozart das Wachstum förderte - die Babies wurden ruhiger, verbrauchten weniger Energie, nahmen deshalb schneller zu und wurden stärker. Mozart wirkt also beruhigend auf Neugeborene, aber die musikpsychologische Forschung interessiert sich noch für ganz andere Fragen: macht Mozart denn auch schlau?
An der Universität gingen Jakob Pietschnig, Martin Voracek und Anton K. Formann dieser Frage nach. Vorausgegangen war eine Studie aus dem Jahr 1993, in der Frances H. Rauscher (Unversity of Califonia) bei Studenten höhere geistige Fähigkeiten bei Studenten beobachtet hatte, die zuvor Mozarts Sonate für zwei Klaviere (KV 448) gehört hatten. Fünf Jahre später wurde deshalb in Georgia ein Gesetz erlassen, das jeder Mutter eines Neugeborenen eine CD mit klassischer Musik zubilligte. In Florida wurde ein Gesetz verabschiedet, das in jeder Kinderkrippe mindestens eine Stunde klassischer Musik pro Tag vorsah. So ganz überzeugt war die Fachwelt allerdings nicht davon, dass Mozart (die Musik wohlgemerkt, nicht die Mozartkugeln!) wirklich schlau macht... Replikationsstudien wollte es nicht so recht gelingen, den Effekt erneut nachzuweisen. An der Uni in Wien wurden deshalb 40 Studien mit einer Metaanalyse untersucht, um herauszufinden, ob es diesen 'Mozarteffekt' denn nun wirklich gibt. Bestätigen konnten sie die Forscher ihn nicht - und bezeichen den Mozarteffekt als eine Legende, das Hören allein macht nicht schlauer.
Aber gut für das Herz soll es sein.... Ob das nun wieder stimmt, untersuchten J.Bradt und C.Dileo in Philadelphia. Nach der Sichtung von 23 Studien mit insgesamt 1.461 Patienten, die sich nach einem Herzinfarkt in einer Klinik befanden. Nur zwei davon bezogen sich direkt auf die Wirkung von Musiktherapie, die meisten untersuchten einfach den Effekt von Musik-CDs. Herzschlag und Blutdruck gehen zurück, Ängste lassen sich reduzieren, die Stimmung lässt sich verbessern. Insgesamt ist die Formulierung eher vorsichtig: "music listening may be beneficial for heart diesease patients" - Musik zu hören kann für Herzpatienten heilsam sein. Dass sich dabei auch begleitende Depressionen lindern lassen, lässt sich nicht bestätigen. Offen bliebt dabei, welche Art von Musik, welcher Stil wirksam ist und wo die Möglichkeiten einer spezifischen Musiktherapie liegen. Was macht denn nun Musik angenehm, welche Elemente sind es, die darüber entscheiden, ob Musik 'gefällt', 'gut klingt' oder als schrecklicher Missklang empfunden wird?Josh McDermott et. al. befragten in Minnesota 250 Studenten nach ihren Höreindrücken, varrierten dabei Klänge, harmonische und disharmonische Frequenzen. Harmonische Klänge werden meist als angenehmer empfunden - und das vor allem von jenen, die selbst ein Instrument zu spielen gelernt haben. Ob diese Ergebnisse in anderen Kulturen genauso aussehen, bezweifeln die Forscher - die naheliegende Annahme besagt, dass das Angenehme in der Musik eben auch eine Frage der Hörgewohnheiten ist. Dort also, wo andere Klänge und Rhythmen stärker verbreitet sind, wird auch eine andere Art von Musik als angenehm empfunden. Unterschiede und Vielfalt sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Musik bleibt also immer auch Geschmackssache, kann sehr angenehme Wirkungen haben, beruhigen und besänftigen, ist aber auch kein Wundermittel, das alle Probleme löst und Genialität aus dem Kopfhörer zaubert. Eine persönliche Frage also, der sich nachzugehen lohnt: was gefällt mir persönlich? Was tut mir gut, wirkt auf mich angenehm, anregend oder entspannend? Dabei muss es nicht immer Mozart sein. Aber es kann. Womöglich wird der eine oder die andere dabei doch schlauer?
Literatur:
Bradt J, Dileo C. Music for stress and anxiety reduction in coronary heart disease patients. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2009, Issue 2. Art. No.: CD006577 DOI: 0.1002/14651858.CD006577.pub2
Josh H. McDermott, Andriana J. Lehr, and Andrew J. Oxenham. Individual Differences Reveal the Basis of Consonance. Current Biology, 2010; DOI: 10.1016/j.cub.2010.04.019
Jakob Pietschnig, Martin Voracek, Anton K. Formann. Mozart effect-Shmozart effect: A meta-analysis. Intelligence, 2010; 38 (3): 314 DOI: 10.1016/j.intell.2010.03.001
Frances H. Rauscher, Gordon L. Shaw, Catherine N. Ky. Music and spatial task performance. Nature, 1993; 365 (6447): 611 DOI: 10.1038/365611a0
Soso, günstige Prognose für Lena Meyer-Landrut... schreibt der Meinungsblog nicht ohne Grund.
Okay, von mir aus, nichts dagegen! Nachdem da so viel Wirbel gemacht wurde, hier also das Satellitenvideo. Noch ist es abrufbar... "Wie ein Satellit bin ich auf dem Weg um dich herum...". Na hoffentlich wird ihr da nicht schwindlig?
Als kleines Sonntagsmatinee ein schönes Violinkonzert von Antonio Vivaldi. Beinahe 500 Konzerte soll er komponiert haben, nur die Hälfte ist erhalten geblieben.
Die Frösche sind schuld. Nein, die Bären, die auf den Baum klettern mit Mogli im Hintergrund und Balu. Baba... dingens, war da nicht einmal was, vor langer langer Zeit, vielen Bäumen rückwärts also? Richtig. Die Beach Boys, schrecklich schnulzig für manche, aber eben doch ohrwurmverdächtig. Ob die Ohrwürmer dann so schön kribbeln wie die Ameisen in Balus Bauch, das sei einmal dahingestellt. Ansonsten sei für Nostalgiker der Griff ins musikalische Antiquariat gestattet.
Passport ist nicht nur ein Reisepass, sondern auch eine Jazzrockband, in der übrigens auch Udo Lindenberg einmal Schlagzeug spielte. Den Gründer der Band, Klaus Doldinger, wissen die Bayern wohl zu schätzen - nachdem er schon 1978 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, folgte 2007 der Bayerische Verdienstorden, 2010 der Bayerische Fernsehpreis.
Vaterbeziehungen sind ein schwieriges Thema. Männer scheinen überhaupt mehr Schwierigkeiten zu haben, Beziehungen zu reflektieren, darüber zu sprechen, Beziehungen zu klären - und dazu gehört in besonderer Weise die Beziehung zum eigenen Vater. Wie dramatisch die Ambivalenzen und inneren Brüche in der Vaterbeziehung sein können, zeigt sich an der Bezeichnung 'Erzeuger', die aus dem Vater einen schlichten Lieferanten genetischen Materials macht. In seinem Buch 'Männer auf der Suche' beschreibt Steve Biddulph ein Telefonat, das ein junger Mann mit seinem Vater führt. Zuerst will der Vater die Mutter rufen, weil er sich nicht vorstellen kann, dass sein Sohn wirklich mit ihm sprechen will. Nachdem der Sohn deutlich gemacht hat, dass es ihm wirklich um den Vater geht, kommt als Reaktion die Frage "Wieso? Brauchst du Geld?". Der Sohn verneint, möchte sich bedanken für all das, was der Vater für ihn getan hat. Sagt ihm, dass er ihn liebt. Worauf der Vater fragt: "Hast du getrunken?". Vaterhunger ist ein Problem, über das Männer selten sprechen. Es ist ein 'unbekanntes' Wort, mit dem sich zunächst nicht viel anfangen lässt. So lange, bis das Bedürfnis nach Anerkennung erkennbar wird und damit ein Aspekt, der zu einem guten Vater gehört: Fürsorglichkeit, Wertschätzung, Zuwendung in einer Form, die eben nicht in erster Linie materiell orientiert ist. Wärme, die eher der Mütterlichkeit zugehörig scheint und als Gefühlsmoment irgendwie nicht so recht zur Männlichkeit zu passen scheint. Vatertag - das kann auch ein Impuls sein, über die eigene Vaterbeziehung nachzudenken, zu klären, ob es da etwas zu klären gibt. Die Trennung der Schätze vom Müll im väterlichen 'Erbe' - das ist ein Schritt in dieser Klärung, die im günstigen Fall mit dem lebenden Vater erfolgt. Ist er tot, solle man ihn (im übertragenen Sinn) wieder 'ausgraben' - und ihm einen Brief schreiben, als wäre er noch am Leben. Wenn es üblich wäre, dass Väter am Vatertag über ihr Verhältnis zum eigenen Vater nachdenken und sich um die Entwicklung der je eigenen Väterlichkeit zu bemühen, ließe sich so manche Katastrophe vermeiden. Aber die meisten werden wohl darauf vertrauen, dass sich all das Ungeklärte und Unangenehme in dieser Frage in Alkohol auflösen lässt. Literatur: Steve Biddulph (1996). Männer auf der Suche. München: Beust Verlag.
Xylophon und Rock... passt nicht, oder? Na, das wollen wir doch mal sehen.
'Grey Matter', ja das ist wohl etwas Graues, 'matter' bedeutet Materie, und wenn es heißt 'there is something inside your head', dann ist da eben die graue Materie gemeint, die grauen Zellen, die man durchaus auch zum Denken benutzen kann. Was im Songtext steckt, ist eine Aufforderung zum kritischen Gebrauch der grauen Zellen und zur Abgrenzung von dem, was andere so meinen - ein Impuls gegen Manipulation.