Psychosophie

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In der Begegnung mit anderen Menschen können wir uns selbst und andere besser verstehen lernen. Wenn wir miteinander sprechen, begegnen sich subjektive Welten. Vielleicht entstehen daraus Einsichten, die für das je eigene Leben von Bedeutung sind.

Dienstag, 11. August 2009

Woher kommt der siebte Himmel?

Aus dem dumpfen Verdacht heraus, dass sich unser Weltbild in absehbarer Zeit verändern wird, entstand die Frage nach der Entwicklung und dem Wandel, den es bereits hinter sich hat.
Das Thema "Weltbild" hat aber noch einen anderen Akzent - als Konfliktpotential nämlich steht es dann gleichsam zwischen den Kulturen, wenn sich die Weltbilder fundamental unterscheiden und damit jede Form der Verständigung von deutlich unterschiedlichen Prämissen ausgeht. Recht plausibel scheint mir die Annahme, dass sich Menschen wesentlich leichter miteinander verständigen können, wenn sie von ähnlichen oder gleichen Annahmen ausgehen, dasselbe Weltbild zugrunde legen oder - wie das unter Fachleuten häufig zu beobachten ist - sich auf einen gemeinsamen "Sachverstand" beziehen, über den nicht diskutiert werden muss. Es geht dabei um Denkmuster, Begriffe, Sichtweisen, Bilder eben, die ähnlich sind und als gemeinsame Bezugspunkte dienen können.
Die "Wolke sieben" oder der "siebte Himmel" ist im Sprachgebrauch noch lebendig und steht für "etwas Besonderes", aber woher dieser Begriff stammt, das war mir nie so recht klar.

Eine Erklärung liefert das folgende Video. Nehmen wir an, es würde sich zeigen, dass Fragmente eines längst überholten Weltbilds noch durch die Köpfe geistern und nicht nur Konflikte erzeugen, sondern auch der Lösung globaler Probleme im Wege stehen... dann könnte die kritische Reflexion von Weltbildern einen enormen Fortschritt bringen. Sich selbst als den Mittelpunkt der Welt zu betrachten, um den alles kreist - das scheint immer noch so selbstverständlich zu sein, dass der Wechsel zu einer globalen, kosmischen Perspektive kaum möglich erscheint. Dort aber stehen uns jene Überzeugungen, die so selbstverständlich und tief verwurzelt sind, dass sie sich nur im Verlauf von Jahrhunderten verändern können, möglicherweise enorm im Weg.



Kommentare:

  1. Hallo Rolf!
    Die Zahl 7 kommt ja selbst in unserer Bibel schon vor, somit hat sie etwas Heiliges ... also auch etwas Himmlisches!? Ich kenne viele, mich eingeschlossen, wo sie in der sogenannten Glückszahl vorkommt, ganz gleich ob die 7 direkt, oder 17, 27 usw. - für mich hat sie jedenfalls etwas Magisches!

    Lieben Gruß, Claudia

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  2. Hallo Claudia,
    aha - deshalb wohl der Kommentar kurz nach sieben... das Magische, Geheimnisvolle, hatte wohl schon immer eine besondere Anziehungskraft auf die Menschen. Als wissenschaftlich denkender Mensch muss ich allerdings oft den Kopf schütteln über Horoskope, magisches Denken im Alltag und Überzeugungen, die im Grunde völlig irrational sind, aber "aus Spass" oder warum auch sonst trotzdem "gepflegt" werden. Brauchen wir den Glauben an das Zauberhafte und Geheimnisvolle im Alltag? Brauchen wir den Glauben an Wunder, um die Realität ertragen zu können?

    Liebe Grüße
    Rolf

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  3. Etwas Wie WissenSchaft Gibt es Leider Nicht dacapo, Die Wahre Lehre Sind Bücher, Bücher wie Die Bibel Und der Koran,Beide Sind Von dem Selbem Gott erschaffen Worden,

    Die Wissenschaft Die du für richtig hälst,
    geht nach den Sinnen des Menschen vor,
    1.Man sieht es
    2.man fühlt es
    3.man schmeckt es
    4.man riecht es
    5.man hört es

    Die wissenschaft sagt es exestiert etwas nicht, wenn nicht min. EINER dieser Sinne zutreffen,Ihr sagt es gibt gott nicht, weil ihn keiner sehen,riechen,hören,schmecken,fühlen kann...

    DOCH !! Kann man den Verstand des Menschen SEHEN ? HÖREN ? FÜHLEN ? SCHMECKEN ? RIECHEN ?

    Nein... Nach der Wissenschaft zufolge könnte man sagen das dacapo kein verstand hat....

    Also meine ungläubigen freunde,lest euch den koren/bibel Nochmal durch und kuckt kein video darüber,Denn er könnte auch etwas falsches hinschreiben und so tun als wär es aus dem koran, Gabriel kam zum propheten und sagt als Aller erstes : "IQRA" Der Prophet Erwiederte "Ich kann Nicht Lesen Und Schreiben" Gabriel : "Lies In Gottes Namen!" Der Prophet VErsuchte Zu Lesen Und Er schaffte es auch...

    Das Ist Kein Aberglaube,Ihr selber sagt,Bücher sind Lehre, Wieso Liest ihr dann nicht über den Glauben ?

    Ich Wünsche Euch Allen Einen Schönen Tag,Und Hoffe Das ich Euch zu Bedenken gegeben Habe,

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  4. Wissenschaft gibt es nicht?

    Es gibt Leute, die denken nach, entwickeln eine Theorie und schreiben sie auf. Es gibt Leute, die untersuchen etwas und schreiben ihre Ergebnisse auf. Diese Menschen existieren wirklich, genauso wie die Aufsätze und Bücher, die sie geschrieben haben. Man kann sie sehen, anfassen, lesen. Man lann an Universitäten Wissenschaften studieren.
    Wissenschaft existiert, das ist eine Tatsache.
    Ob das die "wahre Lehre" ist, darüber kann man geteilter Ansicht sein - und es ist typisch für wissenschaftliches Denken, dass Theorien immer wieder in Frage gestellt werden, sich verändern, durch neue Theorien ersetzt werden, die besser zu den Forschungsergebnissen passen. Und so kommt es, dass wissenschaftlich denkende Menschen heute eben nicht mehr daran glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die Sterne irgendwo am Himmel festgeklebt sind.
    Die emprischen Wissenschaften, die sich an Erfahrung und Beobachtung orientieren, Experimente durchführen und nach Erklärungen suchen, machen nur einen Teil der Wissenschaft als Ganzes aus. Auch in den empirischen Wissenschaften tauchen häufig Begriffe auf, die man eben nicht direkt mit den Sinnen wahrnehmen kann - Energie etwa, Kraft, oder ein Atom, Intelligenz oder Persönlichkeit - um etwas zu erklären, werden Konzepte benötigt, die man an operationalisieren, also messbar machen muss, wenn man sie beobachten will.
    Also: es ist ein Irrtum zu meinen, Wissenschaft würde alles leugnen, das sich nicht direkt mit den Sinnen wahrnehmen lässt. Wissenschaftler müssen auch nicht Atheisten sein - manche sind es, andere lassen es offen, manche glauben an einen Gott, an Allah oder Jahwe, machen ihren Glauben selbst zum Gegenstand der Wissenschaft.
    Über Glaubensfragen habe ich tatsächlich so einiges gelesen, über den Koran allerdings weiss ich sehr wenig. Der Absolutheitsanspruch und die Überheblichkeit, mit der manche aus ihrem Glauben as Recht ableiten, sich selbst und andere durch einen Selbstmordanschlag in die Luft zu jagen, machen den Islam allerdings alles andere als sympathisch. Sicher: es gibt auch im Islam unterschiedliche Richtungen und Interpretationen. Und das bedeutet, dass das Suchen und Tasten, sich Irren und Weiterfragen auch den Gläubigen nicht erspart bleibt.
    Der größte Irrtum aber ist die Vorstellung, die Wahrheit irgendwann einmal ein für allemal in den Händen halten und besitzen zu können. Millionen Menschen mussten ihr Leben lassen, weil andere glaubten, den rechten Glauben zu haben und deshalb die Ungläubigen töten zu dürfen und zu müssen. Was Allah wohl dazu sagen würde, wenn er etwas sagen könnte?

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