Juni 2026. Medical News Today veröffentlicht einen Artikel über den Zusammenhang von Rheumatoider Arthritis und Depression. Ob da vielleicht ein Zusammenhang, eine Wechselwirkung bestehen könnte. Meine spontane Reaktion aus eigenen Erfahrungen war: "ja natürlich." Es macht einfach keinen Spaß, wenn man jeden Tag Schmerzen hat. Im Artikel wird eine Zahl genannt: im Jahr 2021 wurden weltweit 17,9 Millionen Betroffene gezählt, die an rheumatoider Arthritis leiden. Studien zeigen, dass Rheumatoide Arthritis das Risiko für zahlreiche weitere Gesundheitsprobleme erhöht, eben auch Depression. Und depressive Symptome können wiederum die Rheumatoide Arthritis verstärken, vor allem dann, wenn sich die Behandlung als schwierig erweist. Durch den entzündlichen Prozess gehen die Gelenke kaputt. Osteoporose, Herzerkrankungen, Augenprobleme, Schlafstörungen, Übergewicht sind mögliche Folgen. Und dann wird im Artikel eine neue Betrachtung vorgeschlagen, die stärker von einer Wechselwirkung ausgeht - und eben nicht einfach den Schluss nahelegt, bei Schwierigkeiten immer mehr und stärkere Medikamente einzusetzen, sondern dort anzusetzen, wo sich etwas machen lässt. Bei den Lebensbedingungen, Risikofaktoren, dem Umgang mit Schmerz.
Montag, 8. Juni 2026
Rheumatoide Arthritis und Depression
Genau genommen ist das alles nicht neu. Wer sich längere Zeit mit dem Thema Schmerz beschäftigt, kommt an einer umfassenderen Betrachtung und dem biopsychosozialen Schmerzmodell nicht vorbei. Und dort, wo es gelingt, etwas für das Wohlbefinden zu tun, kann es durchaus sein, dass Schmerzen nachlassen, allgemein die Lebensqualität steigt. Rheumatoide Arthritis ist eine körperliche Krankheit. Bei der Behandlung die Psyche auszuklammern und die Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche zu ignorieren, wäre allerdings ein großer Fehler.
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