Montag, 18. Januar 2010

Smith D. Feat: Nein bitte nein

Selbstkontrolle ist ansteckend

Braucht man ein Studium der Psychologie, um zu der Einsicht zu gelangen, dass Menschen sich gegenseitig beeinflussen? Und dabei so manches übernehmen, was sie bei anderen beobachten? Vielleicht nicht. So manches Detail wirft dann aber doch Fragen auf... wie ist das eigentlich mit der Selbstkontrolle, ist das ein individuelles Muster bei dem man sagen kann, dass manche eben mehr, andere weniger davon haben? Mit Selbstkontrolle ist hier ein Verhaltensmuster gemeint, zu dem auch Selbstbeobachtung gehört - also ein bewusster Umgang mit dem eigenen Verhalten als Gegenstück zum 'Sich-Gehen-Lassen". In Experimenten mit mehreren Hundert Freiwilligen wurde untersucht, welchen Einfluss 'die anderen' haben. Einblendungen der Namen von Personen, die ein hohes oder geringes Mass an Selbstkontrolle aufweisen, genügen schon - 10 Millisekunden reichen aus, um Verhaltenseffekte auszulösen.
Wer an Leute denkt, die sich selbst gut kontrollieren können, gewinnt auch selbst mehr an Selbstkontrolle - wer dagegen an Leute denkt, denen so manches eher schnuppe ist, verliert an Selbstkontrolle. Beide Effekte sind ansteckend.
In verschiedenen Studien zeigte sich, dass Versuchspersonen durch den Vergleich mit anderen, die ein hohes Mass an Selbstkontrolle aufweisen...
  • ...länger durchhalten, wenn es um schwierige Aufgaben geht,
  • ...gesündere Ernährung bevorzugen, wenn sie gesundes Essverhalten beobachten,
  • ...in Tests ein höheres Mass an Selbstkontrolle zeigen, wenn sie auch nur unterschwellig an Freunde erinnert werden, die eine Vorbildfunktion haben,
  • ...mehr Selbstkontrolle zeigen, wenn sie über einen Freund einen Aufsatz schreiben, der über ein hohes Mass an Selbstkontrolle verfügt,
  • ...Wörter schneller erkennen können, die mit Selbstkontrolle zusammen hängen.

Die Studien zeigen verschiedene Fragmente in unterschiedlichen Verhaltensbereichen - der Ansteckungseffekt ist dabei durchgängig. Das alles nimmt dem Einzelnen nicht die Verantwortung ab - aber es erklärt, warum es manchmal leichter oder schwerer ist, Versuchungen zu widerstehen oder das zu tun, was man sich vorgenommen hat. Wer Selbstkontrolle praktiziert, hilft auch anderen, mehr Kontrolle über ihr Verhalten zu entwickeln.


Quelle:

University of Georgia (2010, January 18). Self-control, and lack of self-control, is contagious. ScienceDaily. Retrieved January 18, 2010

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Samstag, 16. Januar 2010

Sicherheitslücken und die Frage nach dem besten Browser

Es nimmt kein Ende. Immer wieder neue Probleme, Sicherheitslücken, Malware, Viren... Das Bundesamt für Datensicherheit in der Informationstechnik warnt vor neuen Sicherheitslücken im Internet Explorer.  Zu dieser Lücke gibt es bereits eine offizielle Mitteilung von Microsoft - betroffen sind alle neueren Versionen des Internet Explorers ab Version 6. Das Microsoft Active Protections Program (MAPP) ist noch in Arbeit. Sicherer ist es daher, vorübergehend den Internet Explorer nicht mehr zu benutzen.
Die Eindrücke verdichten sich, dass der Internet Explorer längst nicht mehr die unumstrittene Nummer Eins ist. Da gibt es Fans, die den Mozilla Firefox bevorzugen, andere stehen auf Opera. Und dann gibt es noch Google Chrome, Safari und einige weniger bekannte Varianten. Immer mehr neue Funktionen, Plugins, Widgets und Einstellungsmöglichkeiten machen den Umgang mit dem Browser immer mehr zu einer Wissenschaft für sich. Welcher Browser ist denn nun am besten? Gute Frage, Geschmackssache, hängt von den Vorlieben und Bedürfnissen ab... Insgesamt spricht vieles dafür, mehrere Browser zu installieren und gelegentlich auch einmal zu wechseln.
Ein empfehlenswerter Artikel bezieht sich auf den Browsercheck: dort sind auch Hinweise für die Einstellungsmöglichkeiten verschiedener Browser zu finden - die optimale Einstellung für alle Browser, Zusammenhänge und Bedürfnisse gibt es eben nicht. Downloads für verschiedene Browser gibt es auch über die Zeitschrift Computer Bild - dort zeigt sich der Firefox im Moment als beliebtester Browser. Was sind nun eigentlich die Schwachstellen in Browsern? Welche Browser sind sicher, welche nicht? Und was kann passieren, wenn ein Browser Schwachstellen hat? Nähere Hintergründe erläuterte Dr. Thomas Dübendorfer in diesem Video zu seinem Vortrag auf der OpenExpo vom September 2009. Der Vortrag dauert 38 Minuten.



 

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Donnerstag, 14. Januar 2010

Gloria Gaynor: I Am What I Am




'I am what I am, and what I am needs no excuses'. 'Ich bin, was ich bin und dafür muss ich mich nicht entschuldigen'. Das ist die wohl markanteste Aussage im Text von Gloria Gaynor. Und ein deutlicher Kontrapunkt zu Denkmustern, die sich bei ängstlichen und unsicheren Menschen finden. Mache ich auch alles richtig? Ist das auch in Ordnung, was ich da mache? Sollte ich vielleicht... müsste ich... darf ich...? In einer Variante des Songs spricht Gloria Gaynor zunächst eine kurze Einführung:

It takes a lifetime to become the best that we can be
We haven't the time or the right to judge each other
It's one life and there is no return and no deposit
 
Es dauert ein ganzes Leben, zum Besten zu werden, das wir sein können.
Wir haben nicht die Zeit und nicht das Recht, einander zu verurteilen.

(Im Englischen ist 'judge' ein Richter, das Verb 'to judge' steht für urteilen, beurteilen und richten. Die Übersetzung 'verurteilen' scheint mir den Kern ihrer Aussage am besten auf den Punkt zu bringen).
Es ist ein Leben, es gibt kein Zurück und wir können es auch nicht aufbewahren.
('deposit' ist ein Lager, ein Depot, aber auch eine Kaution - sinngemäß läßt sich das Leben also nicht irgendwo hinterlegen und bei Bedarf wieder abholen)
I am what I am, I am my own special creation.
Ich bin, was ich bin, meine eigene ganz spezielle Kreation.


Statt 'Kreation' lässt sich auch 'Schöpfung' übersetzen - das 'Ich' wird zum Kunstwerk, zum einmaligen besonderen Werk. Es ist eine Aussage, die an narzisstische Denkmuster ('ich bin etwas ganz Besonderes') erinnert, dabei aber etwas Grundsätzliches enthält: jeder Mensch ist nun einmal ein einmaliges unverwechselbares Individuum, mit einer einzigartigen Kombination aus bestimmten Ausprägungen der Persönlichkeitsmerkmale, einem einzigartigen Fingerabdruck und einer individuellen Geschichte. Deuten kann man die Aussage als Selbstbezug, als Aussage über Gloria Gaynor, so wie sie singt und auf der Bühne steht - oder als indirekten Impuls: mach was aus dir!

So come take a look, give me the hook or the ovation.
Seht mich an und schlagt mich oder applaudiert.

It's my world that I want to have a litte pride in
my world and it's not the place I have to hide in...

Es ist meine Welt, in der ich ein bisschen Stolz haben will
meine Welt - ein Platz, in dem ich mich nicht verstecken muss

Life's not worth a damn till I can say I am what I am
Diese Zeile ist interpretationsbedürftig. Solange ich zu mir selbst stehen kann, ist das Leben auch etwas wert und sollte nicht verurteilt werden. Oder: Solange ich sagen kann 'ich bin, was ich bin', verdient das Leben keine Kritik, keinen Tadel. Indirekt wird damit aber auch angedeutet, dass die Kernaussage keinesfalls so selbstverständlich ist...

I am what I am, I don't want praise, I don't want pity.
Ich bin, was ich bin, ich will kein Lob und kein Mitleid.


Lob und Mitleid haben immer etwas Aymmetrisches. Das L-Oben kommt gewissermassen 'von oben', aus einer höheren Position, in der über andere ein Urteil abgegeben wird. Zumindest kann man es so empfinden, gerade wenn es im Zusammenhang mit Mitleid steht. Zwischen Mitleid und Mitgefühl zu unterscheiden ist dabei ein anderes Thema. Aber auch das Mitleid steht dem 'gnädigen Bedauern' von oben herab nahe... Selbstbewusstsein, so könnte man den Text hier interpretieren, ist eine stolze Haltung, die kein Urteil 'von oben herab' duldet, auch wenn es 'gut gemeint' ist.

I bang my own drum, some think it's noise, I think it's pretty.
Ich schlage meine eigene Trommel, manche sagen, das ist Lärm, ich finde es toll. 
Hier kommt ein wichtiger Aspekt des Selbstwertgefühls zum Ausdruck: sich gegenüber Kritik und abwertenden Äußerungen distanzieren zu können, zu sich zu stehen, auch wenn andere nicht alles ganz wunderbar finden. Also: wie ich mich (mein Selbst, bzw. das was ich tue) bewerte, kann sich und darf sich von dem unterscheiden, wie andere mich (mein Selbst, das was ich tue) bewerten. Ein nützlicher Impuls für die Neigung, die Urteile anderer automatisch zu übernehmen.

And so what if I love each sparkle and each bangle
Why not try to see things from a different angle

Was ist, wenn ich jedes Funkeln und jeden Armreif liebe
Warum nicht versuchen, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten?

Lyrik ist schwyrik... der Armreif passt in der deutschen Übersetzung nicht so recht, aber im Englischen reimt sich 'bangle' eben schön auf 'angle', dem Winkel, den man auch als 'Blickwinkel' übersetzen könnte.

Your life is sham till you can shout out
I am what I am

Dein Leben ist eine Fälschung (oder: ist nicht echt), solange du nicht laut rufen kannst: Ich bin, was ich bin. 
Im Video oben steht an dieser Stelle 'shame', was 'Schande' bedeuten würde. In diesem Fall vertraue ich eher meinen Ohren als den Augen... Gloria Gaynor singt 'sham'!

I am what I am and what I am needs no excuses.
Ich bin was ich bin und was ich bin braucht keine Entschuldigung. 
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen... es dürfte nachvollziehbar sein, wie eine solche Aussage auf Leute wirkt, die sich aus irgendwelchen Gründen diskriminiert fühlen - aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder oder oder...

I deal my own deck, sometimes the ace, sometimes the deuces.
Ich spiele mein eigenes (Karten-)Spiel, manchmal das As, manchmal die Zweier.
Die 'deuces' sind doppeldeutig, denn 'deuce' bedeutet auch Teufel...

It's one life and there is no return and no deposit
One life so it's time to open up your closet

Es ist ein Leben, es gibt kein Zurück und kein Depot.
Ein Leben, also mach deinen Kleiderschrank auf.


Die letzte Zeile ist ebenfalls mehrdeutig... die Übersetzung 'Kleiderschrank' ist recht neutral und nicht so recht verständlich, zumal es in dieser Denklinie nicht so recht weiter geht. Wer bei 'closet' an 'water closet' oder als Abkürzung WC denkt, trifft den Sinn wohl nicht so recht. Aber es gibt da noch etwas anderes... eine Redewendung nämlich 'to come out of the closet', übersetzt bedeutet das: sich outen. Als Homosexuelle(r) outen. Diese Interpretation erklärt die Wirkung, die der Song hatte, aber ob das wirklich ihre Absicht war?


Nach einigen Wiederholungen kommen noch ein paar Affirmationen zum Schluß:
I am good, strong... ich bin bin gut, ich bin stark
I am worthy ...ich bin wertvoll
I belong... etwas schwer zu übersetzen, denn es fehlt ein Teil. 'I belong to' beschreibt Zugehörigkeit und so bleibt als Aussage nur 'irgendwo gehöre ich hin, irgendwo gehöre ich dazu'.
I am useful... ich bin nützlich
I am true... ich bin echt
I am somebody... ich bin jemand


Und die letzte Aussage:

I am as good as new....
Ich bin so gut wie neu.


Und das hat sie auch 2009 gesungen. Am 7. September wurde sie 60 Jahre alt.
Ganz unumstritten ist sie nicht - das Idol der Schwulenszene hatte Schwierigkeiten damit, eine klare Position zur Frage zu beziehen, ob Homosexualität eine Sünde sei...
 



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Mittwoch, 13. Januar 2010

DIP Sind Blogs nur Selbstbespiegelung?

Zur Erklärung: DIP steht für 'Diskussionspost'. Am Anfang also steht eine Frage. Und dazu interessiert mich, wer das was dazu denkt. Die Umfrage zu Blogs und ihrem Potential war ja mehr ein Versuchsballon. Und das Ergebnis nach 12 Stimmen ist natürlich nicht repräsentativ. Erstaunlich aber ist, dass die Auffassung 'Blogs sind nur Selbstbespiegelung' die meisten Stimmen bekommen hat.

Geht es also in Blogs nur darum, sich selbst zu präsentieren?
Guckt mal hier, was ich Tolles gemacht, gebaut, gedacht, gefunden, erlebt, (ab?-)geschrieben, gekocht, gestrickt, verbockt oder angestellt habe?

Behaupten kann man ja viel... Lässt sich diese Auffassung, dass Blogs nur Selbstbespiegelung (oder soll ich schreiben: Selbstbeweihräucherung?) sind, begründen?

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Dienstag, 12. Januar 2010

Mister No

Mister No ist ein ganz übler Geselle. Im Grund existiert er nicht, aber das wissen die meisten Menschen nicht, in denen er lebt. Er hat keine Stimme, aber er leiht sich gerne eine. Mit Vorliebe sind es die Stimmen der Eltern. Manchmal benutzt er aber auch andere, die im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder sonstwo mit Menschen zu tun haben. Seinen Namen hat er von seinem Lieblingswort: NEIN. Mister No ist Ankläger und Richter, weiss alles besser und legt stets den Finger auf die Wunde. Aufmerksam verfolgt er jede Schwäche, die er irgendwo finden kann. Und dann kommen die Sprüche: siehst du, das klappt nicht. Das kannst du nicht. Das ist nichts für dich. Du bist einfach zu doof. Du bist nichts wert. Du machst stets alles falsch. Aus dir wird nie etwas. Und alles, was du beginnst, wird dir misslingen. Sollte doch einmal etwas gelingen - purer Zufall. Wird nicht wieder vorkommen. Wenn etwas schief geht - es liegt immer an dir...
Früher nannte man ihn auch den Teufel und es gab eine schlimme Zeit, in der man versuchte, mit Hammer und Meißel ein Loch in den Kopf zu bohren, damit der böse Geist entschwinden möge...
Dabei entschwand aber auch das Leben, irgendwie funktionierte die Methode nicht. Und so blieb er eben am Leben, treibt sein Unwesen auch weiterhin in vielen Köpfen. Löst Ängste aus und Depressionen, stürzt Menschen in Verzweiflung und manchmal von der Klippe. Manchmal bringt er die Menschen dazu, sich vor den Zug zu werfen oder aus dem Fenster zu springen. Meistens aber hält er die Menschen einfach klein.
Die Begriffe 'böser Geist' oder 'Dämon' sind für aufgeklärte Zeitgenossen nicht mehr angemessen - das Phänomen selbst aber existiert. Heute beschreiben Begriffe wie 'depressiver Attributionsstil' oder 'Script', 'frühes maladaptives Schema' oder 'dysfunktionale Kognition' jene Prozesse, die mit der Figur des Mister No personifizierend beschrieben sind. Eine gewisse Verwandtschaft zu einer anderen berühmten Persönlichkeit, die unter dem Pseudonym 'innerer Schweinehund' bekannt wurde, lässt sich nicht leugnen. Eugene Gendlin nannte ihn 'den inneren Kritiker'.

Im Film 'Die Bruce Lee Story' wird eine Szene dargestellt, in der Bruce Lee gegen seine Ängste kämpft. Zurück versetzt in seine Kindheit flüchtet er zunächst vor dem symbolischen schwarzen Mann, der seine Angst repräsentiert.



Nun lässt sich der Kampf gegen 'Mr No', Ängste und Denkmuster, die das Leben einschränken, im Film sehr schwer darstellen. Wie kämpft man gegen solche Gedankengänge, was kann man Mister No entgegen setzen? Was in der Kognitiven Verhaltenstherapie als Disput irrationaler Gedanken bezeichnet ist, wird leicht zu einer fragwürdigen Diskussion zwischen Therapeut und Patient - im Grunde aber geht es um einen Kampf, den ein Mensch gewissermassen gegen sich selbst führen muss. Genauer gesagt: gegen einen Teil des Selbst. Und dort - hilft kein Kung Fu, kein Judo, kein Aikido, keine brutale Gewalt. Mister No ist nicht mit Muskeln zu besiegen. Bilder wie 'der Teufel', ein 'Dämon' oder 'böser Geist' machen Mister No groß. Im Grunde aber besteht er - nur aus Gedanken.

Lernen kann man hier sehr viel von Kindern, die einfach nachfragen, in Frage stellen oder ablehnen, was ihnen nicht passt. Stimmt doch gar nicht! Woher willst du das denn wissen? Mein Papa sagt da was ganz anderes! Der Kampf gegen Mister No braucht die Waffen des Geistes, die Macht der Frage und des Zweifelns. Beweise mir das!
So mancher selbstverständlich gewordene, tief verankerte Spruch ist nicht mehr als eine leere Behauptung. Eine Behauptung, die einfach nur urteilt und abwertet, ohne begründet, ohne fundiert zu sein. Und das Gefährliche an Mister No ist nicht die Macht seiner Worte - das Problem beginnt erst da, wo man ihm glaubt, ihm folgt, weil es früher irgendwie nicht anders zu gehen schien.

Der Kampf gegen Mister No also ist innere Emanzipation - die kritische Analyse der Denkmuster, die vermittelt, aufgedrückt, verinnnerlicht wurden. Es ist die Entmachtung eines inneren Potentials, das die Lebensfreude beschränkt und nüchtern betrachtet völlig irrational ist. Die Mythen über böse Geister haben eine sehr lange Tradition. Heute kann man sie ganz nüchtern als Konstrukt bezeichnen. Die Erfindung von Mister No dient also einem einfachen Zweck - ihn als Fantasieprodukt zu entlarven und deutlich zu machen, dass er im Grunde nicht existiert. Dann aber hat er auch nicht das Recht, irgend jemandem etwas einzuflüstern, das nicht stimmt. Wieviel Macht bleibt noch übrig, wenn niemand mehr zuhört?


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Sonntag, 10. Januar 2010

Dirty Fingers: Yummy Yummy

Okay, jetzt haben wir Daisy. Bis das Tiefdruckgebiet Xammi kommt, das dauert noch eine Weile. Und dann kommt wahrscheinlich Yummy - und DAS hat schon einen Song. Wollte ich, so als Trostpflaster für Frauen, denen noch kein Tiefdruckgebiet gewidmet wurde, einfach mal vermerken....




Netvibes und Informationsmanagement

Ein neues Design, Ergänzungen und Verschiebungen: mein Netvibespage ist jetzt überarbeitet und hat ein neues Tab: TV. Erstmal macht es ja Arbeit, die Feeds auszusuchen, neue Widgets zu basteln und zu überlegen, in welcher Darstellungsform und in welcher Anordnung sie dargestellt werden sollen. Aber langfristig spart man sich damit Suchzeiten - denn manche Dinge sind eben nicht so leicht zu finden und schließlich hat man ja nicht zu jeder Zeit für alles einen Kopf. Längere Podcasts etwa, Themen, die anspruchsvoller sind dann zu hören, wenn es zeitlich und kopfmäßig passt - das ist ein wichtiger Gedanke dabei.
Im Prinzip ist es einfach: bei www.netvibes.com anmelden, Seite erstellen und Widgets einfügen. Einige liegen bereits vor, über die RSS-Feeds lassen sie sich schnell selbst gestalten.
Darstellen lassen sie sich als Headlines (also nur Überschriften), als Ticker, im Magazinformat, in unterschiedlicher Größe und mit mehr oder weniger Details. Podcasts können direkt abgerufen werden. Anstatt auf mehreren Seiten zu stöbern, wo es Neues und Interessantes gibt, genügt eine einzige - schön übersichtlich, wenn die Angelegenheit gut organisiert ist.





Samstag, 9. Januar 2010

Dominic Frasca: Impossible Guitar

Für Gitarrenfans mit Sinn für das Besondere: Dominic Frasca. Das Video gibt einen Einblick in seinen Stil und erläutert, was daran ungewöhnlich ist. Mehr Hörproben gibt es auf seiner Homepage.



gedankengebäude

ein einsamer gedanke
der mir ganz gut gefällt
schon findet sich ein zweiter
der sich dazu gesellt


zwei einsame gedanken
die wandern durch mein hirn
und gehen über schranken
runzlig wird die stirn


gedanken suchen worte
die sprache wird zur pforte
um wirklich durchzubrechen
um sich auszusprechen


im hirn stecken zu bleiben
das wäre doch verhext
drum will ich sie aufschreiben:
gedanken werden text


wenn das jetzt so weiter geht
dann sieht es danach aus
als würde ein gebäude draus
wohl ein gedankenhaus


doch wann es steht
das weiss ich nicht
drum erstmal:
ein gedicht...

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Phil Collins: You'll Be In My Heart

Eine kleine Studie über aufbauende Worte... Natürlich kann man den Song einfach anhören, aber was singt Phil Collins da eigentlich?

Come stop your crying
It will be alright
Just take my hand
Hold it tight
I will protect you
From all around you
I will be here
Don't you cry


Hör auf zu weinen, alles wird gut
nimm einfach meine Hand und halte sie fest
Ich werde dich beschützen vor allem, was um dich herum geschehen mag
Ich werde da sein, also weine nicht.
 
For one so small
You seem so strong
My arms will hold you
Keep you safe and warm
This bond between us
Can't be broken
I will be here
Don't you cry

 
Dafür, dass du so klein bist, machst du einen starken Eindruck.
Meine Arme werden dich halten, schützen und wärmen.
Das Bindung zwischen uns wird nie zerbrechen
Ich werde für dich da sein, also weine nicht.
 
'Cause you'll be in my heart
Yes, you'll be in my heart
From this day on
Now and forever more

You'll be in my heart
No matter what they say
You'll be here in my heart
Always


Du bist in meinem Herzen, ja du bist in meinem Herzen
von heute an, jetzt und für alle Zeit
Du bist in meinem Herzen, egal was die anderen sagen
Du bist in meinem Herzen für immer


Why can't they understand
The way we feel
They just don't trust
What they can't explain
I know we're different
But deep inside us
We're not that different at all


Warum können sie nicht verstehen, was wir empfinden?
sie trauen dem nicht, was sie nicht erklären können
ich weiss, wir unterscheiden uns
aber tief in uns
sind wir überhaupt nicht anders


And you'll be in my heart
Yes, you'll be in my heart
From this day on
Now and forever more


Du bist in meinem Herzen, ja du bist in meinem Herzen
von heute an, jetzt und für alle Zeit
 
Don't listen to them
'Cause what do they know?
We need each other
To have, to hold
They'll see in time
I know


Höre nicht auf die anderen, was wissen sie schon?
wir brauchen uns gegenseitig, um uns zu haben, zu halten
das werden sie mit der Zeit auch erkennen, das weiss ich


When destiny calls you
You must be strong
I may not be with you
But you've got to hold on
They'll see in time
I know
We'll show them together


Wenn dich das Schicksal ruft, must du stark sein
vielleicht bin ich gerade nicht bei dir, aber du musst durchhalten
sie werden es erkennen, das weiss ich
wie werden es ihnen zusammen zeigen


'Cause you'll be in my heart
Believe me
You'll be in my heart
I'll be there from this day on
Now and forever more

Oh, you'll be in my heart
No matter what they say
You'll be here in my heart
Always


Du bist in meinem Herzen, ja du bist in meinem Herzen
von heute an, jetzt und für alle Zeit
Du bist in meinem Herzen, egal was die anderen sagen
Du bist in meinem Herzen für immer


Always, I'll be with you
I'll be there for you always
Always and always

Just look over your shoulder
Just look over your shoulder
Just look over your shoulder

I'll be there always


Ich werde immer mit dir sein
und immer für dich da sein
immer und immer

sieh über deine Schulter
sieh über deine Schulter
sieh über deine Schulter

ich werde immer da sein


 
Soweit also die Übersetzung. Welche Grundbedürfnisse da angesprochen werden und warum solche Worte tröstend und aufbauend sein können, darüber darf jede und jeder für sich nachdenken. Genug getextet... hier ist Phil Collins.




Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

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