Mittwoch, 27. Januar 2010

Auschwitz. 27. Januar 1945


Dokumentation zu Auschwitz.



Kinderschicksale.




Enigma: Morphing Thru Time

Es ist nicht einfach zu übersetzen: was es bedeuten soll, wenn wir durch die Zeit 'morphen'. Morphing ist zunächst einmal ein Verfahren, in dem sich zwei Bilder in fließenden Übergängen ineinander verwandeln. Morphing thru time - ein Bild also für den Wandel mit vielen Zwischenschritten, ohne zu wissen, ob es auf die letzten Fragen nach dem Sein eine Antwort gibt. 'Wir sind Reisende im unendlichen Raum'. Die Frage ist, ob das Universum nicht doch Grenzen hat und wenn ja, was ist dahinter, darüber, drum herum? Das absolute Nichts? 
Solche Überlegungen machen mir immer wieder bewusst, dass Erkenntnis, auch wissenschaftliche Erkenntnis, immer an Grenzen stößt, dass es jenseits unseres Erkenntnisvermögens Fragen gibt, auf die wir keine Antwort finden können.




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Zuschreiben und zusprechen

Man schreibt sich selbst etwas zu und spricht anderen etwas ab - spricht andere an und schreibt sich selbst ab. Dinge kann man auf- und abschreiben, auf- und absagen, aber was 'aufsprechen' bedeuten soll, ist ein Geheimnis. Aufschreiben kann man sich selbst irgendwie auch nicht - auch hier ist eine Lücke in der Symmetrie, die Fragen nach den Anomalien der Sprache und ihren Bedeutungen aufwirft. Das Zuschreiben geschieht ohne Stift, das Abschreiben des Selbst ist möglich, obwohl das Selbst nicht aus Worten besteht. Das Wörtliche, einen Vorgang Beschreibende mischt sich mit Metaphern, die bildhaft jenem Vorgang entlehnt sind...

Und manchmal wird erst beim Aufschreiben deutlich, was an Unsagbarem im Ausgesprochenen dem einen oder der anderen notwendigerweise in seinem Sinn verborgen bleiben muss.

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Montag, 25. Januar 2010

Männer sind Unschuldslämmchen

Männer sind wahre Unschuldslämmchen. Das zumindest ist das Ergebnis einer spanischen Studie, in der Schuldgefühle bei Männern und Frauen untersucht wurden. Allgemein scheint Schuld früher eine weitaus höhere Bedeutung gehabt zu haben - heute sind es vor allem Frauen, die sich schuldig fühlen. Männer entwickeln eher selten Schuldgefühle.
Itziar Etxebarria (Universität des Baskenlandes, Leioa/Spanien) fragte mit seinem Team Männer und Frauen nach Situationen, in denen sie am häufigsten Schuld empfinden. Außerdem wurde das Ausmass sozialer Sensibilität untersucht. 156 Teenager, 96 junge Erwachsene (25-33 Jahre) und 108 Erwachsene im Alter von 40 bis 50 wurden befragt, jeweils zur Hälfte Männer und Frauen. In allen Altersgruppen zeigten die Frauen wesentlich mehr Schuldgefühle - am deutlichsten war der Unterschied in der Gruppe der 40-50-Jährigen.

Dabei unterscheidet Extebarria zwei Formen von Schuld.
Empathische Schuld ergibt sich aus dem Mitgefühl für Menschen, denen man etwas angetan hat - Schuld ist das Ergebnis der sselbstzugeschriebenen Verantwortung für das Leiden anderer.
Die ängstlich-aggressive Form der Schuld entsteht eher dort, wo es in der Erziehung strenge Regeln gab. Sie hat mit der Angst zu tun, etwas falsch zu machen oder gemacht zu haben. Aggression, die nicht offen gezeigt werden darf, schwingt dabei verdeckt mit.
Bei Frauen, insbesondere bei älteren Frauen, ist die ängstlich-aggressive Form der Schuld wesentlich stärker ausgeprägt und erklärt den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Die empathische Schuld gleicht sich eher an - und lässt sich mit dem wachsenden Einfühlungsvermögen älterer Männer erklären.
Die zwischenmenschliche Sensibilität war in der Gruppe der 25-33-jährigen Männer besonders schwach ausgeprägt - so lässt sich das geringe Ausmass an Schuldempfinden erklären.


"Educational practices and a whole range of socialising agents must be used to reduce the trend towards anxious-aggressive guilt among women and to strengthen interpersonal sensitivity among men." (Itziar Extebarria in der englischen Übersetzung)

Übersetzt: Aufgabe der Erziehung und der Sozialisation muss es sein, diesem Trend zum ängstlich-aggressiven Schuldempfinden bei Frauen entgegen zu wirken - und gleichzeitig das Einfühlungsvermögen bei Männern zu fördern.

ScienceDaily. Retrieved January 25, 2010, 
from http://www.sciencedaily.com /releases/2010/01/100125123305.htm

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Erleben und Erfahrung

Sind Erleben und Erfahrung dasselbe, oder gibt es da einen Unterschied? Es fehlt noch ein dritter Begriff: das Erlebnis. Wenn jemand von einem  
"Erlebnis" spricht, ist meist ein besonderes Erlebnis gemeint, und dabei eher ein angenehmes. Die Formulierung "eine gute Erfahrung gemacht" deutet ebenfalls auf ein angenehmes Erlebnis. So ganz sauber wird also nicht immer getrennt, Erlebnis und Erfahrung scheinen für manche mehr oder weniger dasselbe zu sein. Deshalb ist es vielleicht erklärungsbedürftig, warum mir eine Abgrenzung und das Bemühen um eine klare Begriffsbestimmung wichtig erscheint.
Zunächst zur Frage: was ist Psychologie?
Manche verstehen darunter die Wissenschaft vom menschlichen Verhalten.
Andere (schon etwas angenehmer) definieren:
Psychologie ist die Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten.


Mache ich daraus "Erleben und Handeln" und nehme den Begriff 'Erfahrung' hinzu, gerät die empirische Psychologie in Schwierigkeiten - denn Erfahrung ist etwas Subjektives, Handeln nicht beobachtbar.

Zurück zu den Begriffen Erleben, Erlebnis und Erfahrung: Erleben umfasst zunächst die Sinneswahrnehmung, in einem erweiterten Verständnis gehören auch Gedanken, Gefühle, innere Bilder und Vorstellungen dazu. Also das, was mit dem Begriff 'inneres Erleben' bezeichnet wird. Teile davon sind messbar, es lassen sich Gesetzmäßigkeiten untersuchen und erfassen. Ein Erlebnis ist mehr als ein Moment, eher eine Szene, eine Erlebensfolge also, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.
Erfahrung ist etwas anderes - sie besteht aus Schlußfolgerungen, die aus dem Erlebten gezogen werden. Und - sie beruht auf einem 'Erleben-als', einer bestimmten Interpretation also. Sehr eindrückliche oder sich wiederholende Erlebnisse führen zur Entstehung von Mustern oder Schemata - die Inhalte und die Wirkung dieser Schemata hängen aber auch davon ab, wie das Erlebte verarbeitet wird. Erfahrung verdichtet gewissermassen die vielen Ebenen und Interpretationsmöglichkeiten von Erlebnissen und lässt sich sprachlich ausdrücken. Wenn von 'Erfahrungsaustausch' die Rede ist, sind meist jene Schlussfolgerungen gemeint, die Deutungen von Erlebnissen, die sich als Erkenntnis oder Einsicht niederschlagen. Das Erleben dagegen ist nicht immer sprachlich zugänglich. Manchmal fehlen hier die Worte - das Erlebte lässt sich oft sehr schwer vermitteln und deshalb auch nicht immer so leicht nachvollziehen.
Erleben ist ein Kontinuum - zumindest im Wachzustand. Vom Schlaf unterbrochen, könnte man sagen, mit Recht aber auch das Träumen als Erleben bezeichnen. Erfahrung dagegen setzt eine bewusste Verarbeitung voraus - und ergibt sich keinesfalls zwangsläufig mit der Zeit. Man kann über viele Jahre immer wieder dasselbe tun, hat damit auch nach landläufigem Verständnis 'viel Erfahrung' - trotzdem ist Erfahrung ein fragwürdiges Qualitätsmerkmal, solange die Entwicklung selbst nicht erkennbar und die Vielschichtigkeit des Erlebten nur oberflächlich verarbeitet ist.
In diesem Begriffsverständnis liegt eine große Chance: denn das Erlebte lässt sich nicht verändern, die Zeit nicht zurückdrehen. Die Schlussfolgerungen und die Verarbeitung des Erlebten lassen dagegen unterschiedliche Erfahrungsmöglichkeiten offen - und so lässt sich so manches, das als unangenehm erlebt werden, auch im Rückblick neu interpretieren. Auch aus unangenehmen Erfahrungen lässt sich durch den Rückgriff auf das ursprüngliche Erleben Neues entwickeln.


So oder anders kann man das eben auch sehen. Erleben. Erfahren...


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Clear Water

Das Stück 'Clear Water' ist nicht neu, aber dafür eine eigene Komposition. Nach verschiedenen Versuchen mit diversen Playereinbettungen scheint die drop-Variante am besten zu funktionieren...

 

Sonntag, 24. Januar 2010

cross and cline

wa rumschrei
pt mannim toi tschencross
untklein wa rumtrennt
mandieh sil benauf
imle bennie komm
teiner drauf

dersin maxich
wolverän
dern wa
rumsonst
machtmann
sichdimü


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Samstag, 23. Januar 2010

Hypothalamus an Leber. Betrachtungen zum Hungergefühl

Hypothalamus an Leber: was macht denn der Glucosespiegel gerade?
Leber an Hypothalamus: frag mal im Magen nach...
Hypothalamus an Magen: wie ist der Lagerbestand?
Magen an Hypothalamus: eher mässig, ich bekomme so langsam Zuckungen...!
Hypothalamus an Fettzellen: habt ihr noch Leptin?
Fettzellen an Hypothalamus: darf's ein bisschen mehr sein?
Hypothalamus an Großhirn: melde Hunger!
Großhirn an Hypothalamus: Hey, ich träume noch!
Hypothalamus an Großhirn: Aufwachen!
Hypothalamus an Magen: Knurren bitte!


...knurr...

...einige Zeit später...

Großhirn an Waage: hab ich abgenommen?
Waage: ...ächz...


So könnte es aussehen. Oder auch anders.
Ist Hunger ein Gefühl? Genau genommen ist es ein physiologischer Prozess, man kann deshalb auch von einem Hungersignal oder einem Hungerreiz sprechen. Das Signal 'Hunger' entsteht dabei im Kopf - und nicht im Magen. Es ist das Ergebnis eines inneren Kontrollprozesses, den wir im Detail überhaupt nicht wahrnehmen können. Und das wirft Probleme auf, wenn es um die Frage der Körperwahrnehmung, der Selbstwahrnehmung und Selbstregulation bei Essstörungen geht.

Den Zusammenhang zwischen Selbstwertgefühl und Selbstwahrnehmung weiter auszuarbeiten
ist sinnvoll. Bezogen auf die Wahrnehmung von Hungergefühl und Sättigungsgefühl, kürzer: Signale, die das Essverhalten steuern, ergeben sich fünf mögliche Problembereiche.

1. Sind die Körpersignale angemessen? Sind hier physiologische Störungen im Spiel, die etwa mit bestimmten Gehirnregionen oder Hormonen zusammen hängen?

2. Werden die Signale nicht oder nicht deutlich genug wahrgenommen?
Sind spezifische Muster entstanden, die Reize 'Hunger' oder 'Sättigung' zu verschieben, zu unterdrücken, druch andere Reize zu ersetzen?

3. Werden die Signale zwar wahrgenommen, aber nicht richtig interpretiert?
Fehlinterpretationen unterscheiden sich bei verschiedenen Störungen - die Interpretation des Hungergefühls als bedrohlich ist dabei genauso problematisch wie das Nichtwahrnehmenkönnen oder Wahrnehmenwollen des Sättigungsgefühls.

4. Werden andere Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle als Hunger interpretiert?
Ist Hunger mit Appetit verbunden oder eine Ersatzhandlung für etwas anderes, das nicht zu bekommen ist? Wenn ja, welche Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle oder Belastungen stehen dann hinter dem Essen?

5. Werden die Signale zwar wahrgenommen und richtig interpretiert, führen aber zu unangemessenem Essverhalten?
Was und wie, welche Nährstoffe in welcher Menge... hier also ist das klassische Feld der Ernährungsberatung. Fragen in diesem Zusammenhang betreffen aber auch das Tempo, den sozialen Zusammenhang - und das Aufhören. Zwischen Verschlingen und Trödeln steht irgendwo das Vernünftige - und der Genuss.

Die Abgrenzung von Problembereichen soll nicht mehr sein als ein Entwurf, der sich im Gespräch genauer ausarbeiten lässt. Denn mehr Achtsamkeit allein, so sinnvoll sie auch ist, genügt nicht. Ernst beiseite.

Wie der Körper funktioniert, kann Dr. Otto Waalkes natürlich viel schöner erklären. Nur den letzten Tipp... über den kann man sich streiten. Aber - sehet und staunet selbst...


 

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Donnerstag, 21. Januar 2010

Update für den Internet Explorer 8 ist verfügbar


Nachdem vor einigen Tagen im Internet Explorer 8 Sicherheitslücken entdeckt wurden, kündigte Microsoft ein Update an, das die Probleme beseitigen soll.
Dieses Update ist jetzt verfügbar (KB978207, kumulatives Update) Insgesamt 9,3 MB groß.
Wer die Funktion 'automatische Updates' eingestellt hat, bekommt es sowieso, ansonsten lässt es sich auch über einen anderen Browser auf der Microsoft Updateseite herunterladen. Korrektur: die Updateseite funktioniert nur über den Internet Explorer ab Version 5. Mit Opera oder Firefox wird eine Fehlermeldung angezeigt...

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Hungry Eyes: wo sitzt das Hungergefühl?

Manche behaupten ja, das Hungergefühl entsteht im Magen. Aber stimmt das eigentlich? Schließlich soll da ja auch die Liebe durch gehen, wenn man dem Volksmund glauben darf. Liegt der Hunger also eher in den Augen, die dem Mythos folgend gelegentlich sogar größer sind als der Magen?





Dienstag, 19. Januar 2010

Selbstwertgefühl und Ernährungsberatung

Karotte oder Keks? Zwischen Versuchung und Selbstbeherrschung stellt sich die Frage, ob die Entwicklung des Selbstwertgefühls ein Ziel in der Ernährungsberatung sein kann, sein soll.
Wenn ich den Gedanken aufgreife, dass die Vermittlung von Ernährungswissen in der Ernährungsberatung nicht genügt, vielmehr Einstellungsänderungen nötig sind und so manches Projekt zur Gewichtsreduktion oder einer gesünderen Ernährung an einem schwachen Selbstwertgefühl scheitert, dann liegt die Frage schon nahe: kann die Stabilisierung des Selbstwertgefühls ein Ziel in der Ernährungsberatung sein?
Wenn ja, wo sind Ansatzpunkte, wie könnte das konkret aussehen?

1. Tue etwas, das dein Selbstwertgefühl stabilisiert und steigert

Das Prinzip könnte zu einem persönlichen Forschungsprojekt werden: wo tue ich etwas, das ich gut finde, wo kann ich mich selbst verstärken, wo tue ich etwas, das 'okay' ist, das ich selbst positiv bewerte? Ernährungsberatung kann, so meine These, solche Prozesse unterstützen und Anleitungen geben, das Wertvolle zu erkennen. Kleine Anleihe bei Steve de Shazer: tue mehr von dem, was wirkt.

2. Anerkennung suchen und geben

Anerkennung als Quelle des Selbstwertgefühls - Ernährungsberatung kann ein Ort sein, an dem Anerkennung erfahrbar wird. Erfolge und Fortschritte dokumentieren. Ressorcenorientiert starke Bereiche herausarbeiten und entwickeln. Dann gibt es aber noch die Einflüsse von aussen - kritische oder stützende Bemerkungen aus dem näheren Umfeld, Familie, Freunde usw..
Neben der kritischen Distanz zum Urteil anderer stellt sich die Frage nach Kontakten, die hilfreich sind, weil sie die eigenen Bemühungen unterstützen.

3. Selbstgespräche über das Ernährungsverhalten konstruktiv gestalten

Zur Bedeutung des inneren Dialoges verweise ich auf Meichenbaum. 
Das zentrale Prinzip sollte sein, kritisch-destruktive Prozesse der Selbstreflexion zu erkennen und zunehmend durch konstruktivere Formen zu ersetzen. Selbstabwertung führt nicht weiter - es geht also darum, immer wieder entwicklungsfördernde Impulse zu finden und dabei Grundmuster therapeutischer Selbstkommunikation zu entwickeln. Die Schlussfolgerung ist einfach: Ernährungsberatung kann sehr wohl die Stabilisierung des Selbstwertgefühls integrieren. Und wenn es nicht so leicht ist, Selbstkontrolle herbei zu zaubern, gehört eben auch etwas Übung dazu. Mehr Karotte, weniger Keks - das ist auch ein Schritt. Wenn es den anderen dann 'auf den Keks geht', dass manche lieber die Karotte essen - dann darf das ihr Problem bleiben.

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Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

Oft gelesen