Sonntag, 28. Februar 2010

vollmondtrabbel

auf dauer bleib ich nicht verschont
er kommt immer wieder
der volle mond

und manchmal hab ich dann nen rappel
vollmond makes me sometimes trabbel

wär ich francais und dann der kühne
würd ich admirer la lune

fühl mich aber eher bluna
im angesicht von diese luna
also quirlig wach geblieben
und ein kurzes text geschrieben

zu dem, was das so mit mir macht
verflixte helle vollmondnacht

*

Samstag, 27. Februar 2010

Besenwirtschaft in Lybien

Was schreibt'r denn, dr Erwin? Neugierig war se jo gar net, die Lotte.
Der isch en Lybien! Hot dr Hugo dann gsagt. On wollt do a Bäsewirtschaft uffmache! Des hennse aber net genehmigt... Ui, regt der sich uff! Wo's doch so hoiß isch do onde... Also bitte, hoddr dann en seim Andrag gschrieba: wenn Ihr Lybies eich aufregat, dass dia Schweizer koine Minarette baue wellat, dann muss i au a Bäsewirtschaft uffmache dürfe!

Abr, Lotte, i glaub ned, dass die kabieret, was dr Erwin do damit sage will...

Na, dann kennat dia froh sei, dass dr Erwin koin Bayer isch, hot dia Lotte dann gsagt. Dann däd'r bestimmt zom Heiliga Bembel uffruafa!

*

Linkin Park: Numb

I'm tired of being what you want me to be.

Eine grundsätzliche Problematik wird in diesem Text angesprochen. "I am not in this world to live up to your expactations", sagte Fritz Perls einmal. Die Orientierung an den Erwartungen anderer kann zum Problem werden, als Einschränkung empfunden werden. Numb - das bedeutet übersetzt so viel wie 'benommen' oder 'betäubt'. Die Zeile, die mehrfach wiederholt wird: ich bin es leid, so zu sein, wie du mich haben willst. In einer anderen Zeile geht es um den Wunsch 'mehr so zu sein, wie ich bin und weniger so wie du.' Auch eine Variante, Autonomie und Authenzität zu beschreiben...


Freitag, 26. Februar 2010

Die Rhetorizität des Schweigens

Rhetorik, das ist Rede, meinen viele. Stimmt nicht. Rhetorische Kommunikation bezieht sich auf das Miteinandersprechen, Rede ist Sprechen zu anderen und damit nur ein Teilbereich. Im günstigen Fall orientiert sich auch eine Rede am Modell des Gesprächs - und ist damit virtuell dialogisch, auf ein Gespräch ausgerichtet. Rhetorik ist, wenn man etwas sagt, das scheint nahe zu liegen, ist aber genauso falsch. Denn auch das Schweigen kann nicht nur 'sehr beredt' und vielsagend sein, sondern auch in mehrfacher Hinsicht rhetorisch. Schweigen ist also auch eine Sprechhandlung und kann sehr provokativ sein.
Etwa, wenn man schweigend ein Transparent vor sich hält, auf dem der Name eines Toten steht.

Die Aktion der Linken in der Debatte um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war ein solcher provokativer Akt, der Argumente durch Transparente ersetzte und einigen Wirbel ausgelöst hat, weil die Partei aus dem Saal gewiesen wurde. Die Tagesschau führt eine Umfrage durch, bei der man zur Aktion der Linken Stellung nehmen kann.

Dass Schweigen, vor allem verbunden mit einer Form extraverbaler Kommunikation eine Intention beinhalten, eine Aussage bekommen und damit rhetorische Wirkung entfalten kann, ist damit wohl recht deutlich gezeigt. Der Eklat im Bundestag zeigt auch die Problematik einer Regelverletzung auf, über die man sich streiten kann. Aber zunächst ein kleines Gedankenexperiment. Wenn die Aktion rheorischen Charakter hat, dann müsste sie prinzipiell auch als Argumentationsstruktur darstellbar sein - also eine begründete Behauptung ohne Worte darstellen, deren Sinn sich erschließen und verstehen lässt.

Über den weiteren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan soll abgestimmt werden.
  • Wenn die Bundeswehr in Afghanistan eingesetzt wird, gibt es auch Tote.
  • An diese Toten wollen wir mit unseren Schildern erinnern.
  • Weitere Todesfälle wollen wir vermeiden.
Deshalb lehnen wir einen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ab.

Diese Interpretation ist nicht zwingend - entspricht aber in der Schlußfolgerung, dem Zwecksatz am Ende, dem Abstimmungsverhalten der Partei, die geschlossen mit NEIN stimmte. So oder ähnlich hätte man das aber auch sagen können - und damit komme ich zur etwas schwierigeren Frage der Provokation. Man kann es nüchtern sehen und die Schilderaktion als Argumentationsvariante betrachten, die sich eben besonderer Mittel bedient und durchaus etwas Kreatives an sich hat. Man kann aber auch einen Vorwurf darin sehen, der all jenen, die einem weiteren Einsatz der Bundeswehr zustimmen, die Verantwortung für die Toten und jene, die noch sterben werden, zuschreibt. Noch deutlicher aber ist das provokative Element, gegen die Ordnung des Bundestags zu verstossen.

Der Spiegel veröffentlichte ein kurzes Video, auf dem die Aktion und die sofortige Reaktion des Parlamentspräsidenten Lammert zu sehen ist. Aus dem Artikel geht auch hervor, dass der Verstoß gegen die Ordnung des Bundestags bewusst und absichtlich erfolgte - auch wenn der Ausschluss aus der Sitzung nicht unbedingt vorherzusehen war.

Sinngemäß identisch ist die Darstellung in der ZEIT, die Fülle der Kommentare zeigt die Vielfalt der Aufassungen in der Bevölkerung, die zwischen Zustimmung und Ablehnung der Protestaktion schwanken. Mit dem Blick auf die internationale Politik und die Bündnisverpflichtungen war die deutliche Zustimmung des Parlaments zum neuen Mandat der Bundeswehr zu erwarten. Mit dem Bewusstsein der deutschen Geschichte ist aber auch das Unbehagen nachvollziehbar, das mit solchen Einsätzen verbunden ist.

Deutschland beteiligt sich an einem Krieg.

Was auch immer man über die Aktion der Linken denken mag - wo die Worte fehlen, wo nicht mehr klar ist, was man dazu noch sagen soll, bleibt vielleicht nichts anderes als die Rhetorizität des Schweigens.

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Blogplugins

Stand: 25.Februar 2010

An dieser Stelle möchte ich auf Plugins hinweisen, die für Blogleser/innen geeignet sind. In den Bookmarks, die unten auf der Seite aufgenommen sind, tauchen ab und zu auch Audiodateien auf.
Wer den Mozilla Firefox benutzt, kann solche Dateien mit Hilfe des Plugins FoxyTunes unmittelbar anklicken und abspielen. Der Download ist kostenfrei.

Für den Internet Explorer gibt es die Möglichkeit, Webseiten vorlesen zu lassen. Webspeech ist ein Freewareprogramm mit verschiedenen Stimmen. Das Lexikon kann angepasst werden, verwendet dabei die (etwas gewöhnungsbedürftige) Sampanotation.

Den FlashPlayer für Mozilla Firefox und Opera sowie den Acrobat Reader gibt es direkt bei Adobe.

Ansonsten schließe ich mich den Empfehlungen an, Virenscanner und Spywarescanner einzusetzen. Lesenswert ist die Seite Sicher im Netz.
Umfangreiche Infos rund um PC, Browser, Plugins und Sonstiges finden sich im Computerhilfe und Infoblog. Existiert leider nicht mehr!
Ansonsten sammle ich Bookmarks zu Informationen rund um das Internet und PC , Podcasts ...und vieles mehr. Inzwischen sind es über 2000...
Seit einiger Zeit werden ausserdem Tags mit Zeitangaben aufgenommen. 01, 02 steht dabei für die Monate (Januar, Februar etc.), 2009 für das Jahr, in dem ein Artikel erschienen ist.

Tja, nicht zu vergessen... meine Site auf Netvibes.


Mittwoch, 24. Februar 2010

Wie das Gehirn auf Ungerechtigeit reagiert

Wer sich mit Psychologie beschäftigt, stößt irgendwann auch einmal auf das 'just world motive' - die gerechte Welt, an die wir einfach gern glauben wollen. Wie auch immer ein Film ausgehen mag, irgendwie muss es gerecht sein. Und wenn etwas nicht gerecht ist, dann mag die Psyche das nicht, es gibt also meist auch Bemühungen, Gerechtigkeit wieder herzustellen.
Dass dieses Muster auch physiologische Grundlagen hat, zeigt eine neue Untersuchung aus Kalifornien. Colin Camerer et. al. untersuchten mit der Magnetresonoanztomographie die Reaktionen im Gehirn auf ungerechte Situationen. Was als Belohnung erlebt wird, läßt sich dabei in zwei Hirnregionen sichtbar machen - beide liegen im vorderen Teil des Gehirns (genauer: dem ventralen präfrontalen Cortex und dem ventralen Striatum*).
Die 40 Versuchspersonen sollten sich verschiedene Szenarien zu Geldüberweisungen vorstellen - sie selbst und eine andere Person würden dabei unterschiedlich große Summen bekommen (in der Studie zwischen 5 und 50 Dollar). Eine Gruppe bekam dabei 50 Dollar als Startkapital, die andere Gruppe ohne Geld. Erwartungsgemäß reagierten die Versuchspersonen stärker, wenn sie selbst Geld bekommen sollten, bei anderen dagegen kaum. Bei den 'Reichen' gab es aber auch Reaktionen, wenn die anderen, die ohne Kapital begonnen hatten, Geld bekommen sollten. Das Gehirn reagierte hier stärker auf die finanziellen Zuwendungen anderer als auf die eigenen.

Kleine Denkpause: was bedeutet das nun? Es passt nicht zur Vorstellung, das menschliche Gehirn sei eigennützig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Es passt wohl zum Gedanken, dass Gerechtigkeit einen Belohnungswert hat. Wir finden es 'in Ordnung', wenn für dieselbe Arbeit derselbe Lohn bezahlt wird - unterschiedliche Bezahlung dagegen, große Unterschiede und Benachteiligung dagegen wird als ungerecht empfunden. Und das - ist ein Reaktionsmuster, das im vorderen Teil des Gehirns verankert ist.

Die Forscher interpretieren die Ergebnisse auch als Reduktion der Schuldgefühle bei den Versuchspersonen, die sich zu Unrecht im Vorteil sehen - sie fühlen sich belohnt, wenn die anderen belohnt werden und damit mehr Gleichheit und Gerechtigkeit entsteht.
Eine weiterführende Frage für die Forschung ist die Umsetzung erlebter Ungerechtigkeit im Bereich des Verhaltens - dass Arbeitnehmer, die sich benachteiligt und schlecht bezahlt füheln, weniger motiviert zur Arbeit gehen und sich weniger anstrengen, liegt dabei auf der Hand.


Literatur:
Tricomi et al. Neural evidence for inequality-averse social preferences. Nature, 2010; 463 (7284): 1089 DOI: 10.1038/nature08785

Quellen:

California Institute of Technology (2010, February 24). Scientists find first physiological evidence of brain's response to inequality. ScienceDaily. Retrieved February 24, 2010, from http://www.sciencedaily.com­ /releases/2010/02/100224132453.htm

Caltech Scientists Find First Physiological Evidence of Brain's Response to Inequality

Montag, 22. Februar 2010

Typologie der Schlafgestörten

Schlafstörungen können viele Formen annehmen und es gibt eine Menge an Möglichkeiten, sie wieder los zu werden. Wenn man will... Die folgende Typologie ist aus vielen Erzählungen entstanden und so manches ist mir auch aus eigener Erfahrung bekannt. Patentrezepte und Tipps sind immer mögliche Lösungen - nicht alles ist für alle brauchbar. Der Gedanke hinter der folgenden Typologie ist eine erlebnisnahe Beschreibung - in der sich vielleicht der eine oder die andere wieder findet. Die Idee dabei: das Problem genauer beschreiben, um eine individuell passende Strategie zu finden.

Die Vielbeschäftigten

Zu den vielbeschäftigten Schlafgestörten gehören nicht nur Manager, Führungskräfte, Geschäftsleute, Leute also, die viel Verantwortung tragen, sondern auch Menschen, die irgendwie mit der Alltagsorganisation Probleme haben. Abends, wenn der Tag vorbei ist, geht ihnen noch so manches durch den Kopf, das hätte erledigt werden müssen, noch nicht zu Ende gedacht ist, Sorgen bereitet, nicht vergessen werden darf. Unruhe kann entstehen aus der Vorstellung, dass es noch viel zu tun gibt. Und manche legen sich dann ein Notizbuch neben das Bett, um alles aufschreiben zu können, was ihnen vielleicht einfällt. Das Bett wird dabei leicht zum zweiten Arbeitsplatz.

Die Problembeladenen

Typisch für die Problembeladenen ist das Wälzen schwieriger Probleme im Bett. Zu den kniffligsten Prozessen gehören dabei zirkuläre Probleme (A geht nicht, weil B und B geht nicht, weil A - oder: ohne A kein B, ohne B kein A...) und die Rotationsblockade: da gäbe es ja im Grunde viele Lösungsansätze, aber keiner funktioniert so richtig. In der anschaulichen Beschreibung trifft das Bild von einem großen Raum mit vielen Türen, die aber alle veschlossen sind, häufig ganz gut. Anstatt zu schlafen, rüttelt der wache Geist also an allen Türen. Und nirgends wird aufgetan....

Die Aufgedrehten

Die Aufgedrehten sind nicht unbedingt zu bedauern - denn es kann auch ein durchaus angenehmes Ereignis sein, das dem Schlaf Grenzen setzt. Ein besonderes Erlebnis, neue Eindrücke, eine ungewohnte Umgebung, eine bevorstehende Hochzeit, aber auch eine Prüfung - es gibt noch etwas Aufzuarbeiten, zu durchdenken, vorzubereiten... Im unangenehmen Fall sind es Sorgen, ob alles so klappen wird, wie geplant, ob es so sein wird, wie es wünschenswert wäre. Zu den Aufgedrehten gehören aber auch jene, die zuviel Kaffee getrunken haben oder Amphetamine 'einwerfen'.

Die Wahrheitssuchenden

"Und dann liege ich im Bett und ringe um Erkenntnis..." - so ungefähr hört es sich an, wenn die Wahrheitssuchenden von ihren Schlafstörungen berichten. Es sind nicht immer Philosophen, aber sie denken über elementare Fragen des menschlichen Daseins nach, stören den Prozess des Einschlafens am effizientesten mit der Frage nach dem Warum.
Jahrelang können sie über die Frage nachdenken, warum überhaupt etwas ist und nicht nichts. Ohne dabei eine endgültige Antwort zu finden. Schlafen können sie oft erst dann, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass manche Dinge eben so sind, wie sie sind - und die Wurzeln, Ursachen, Zusammenhänge und Hintergründe eben gelegentlich im Verborgenen bleiben. Ohne dass deshalb die Welt untergehen würde.

Die Frustrierten

Es fehlt etwas. Ich habe etwas verpasst. Wenn der Tag vorbei ist, rufen die Bedürfnisse Hallo und fordern etwas, das sie nicht bekommen. Kann denn das schon alles gewesen sein? Unzufriedenheit, Frust über das Leben, Enttäuschungen und Bitterkeit, Zorn über das Leben, das nicht so ist, wie es sein könnte, sein sollte... Hinter den Schlafstörungen steht also etwas anderes. Und dann stellt sich die Frage, ob es um mehr Bescheidenheit geht - oder um das ernsthafte Bemühen, dem Fehlenden irgendwie näher zu kommen.

Die Kranken

Wer jemals einen Knochenbruch erlebt hat, kennt das Phänomen eines störenden Gipsverbands. Wenn es darunter juckt, kann man nicht kratzen und die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Schmerzen, die mit körperlichen Krankheiten zusammen hängen, können als Nebeneffekt auch Schlafstörungen auslösen. Logischerweise ist der Tipp, vor dem Schlafengehen einen Spaziergang zu machen, nicht realisierbar für Leute, die mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus liegen... Zunächst aber stellt sich die Frage, ob hinter dem Schlafproblem ein Schmerzproblem steckt - und da ist die Medizin gefragt. Hilfreich kann aber auch eine Verhaltenstherapie sein.

Die Kreativen

Ideen suchen sich gern einen Raum, in dem sie ins Bewusstsein dringen - wenn es ruhig und dunkel ist, keine äusseren Reize ablenken und die Sinne nicht beschäftigt sind, kann das Innenleben wunderbar aktiv werden. Der Drang, eine neue Idee auch umzusetzen, treibt so manchen Musiker an sein Lieblingsinstrument, den Maler an den Pinsel und den Poeten ans Papier. Glücklich kann sich schätzen, wer sein Werk in kurzer Zeit vollenden kann - dann darf der Schlaf dem Körper die verdiente Ruhe gönnen. Pech für jene, denen gleich ein ganzer Roman, eine komplette Sinfonie oder ein hochkomplexes Bauwerk einfällt. Das könnte dann etwas länger dauern...

Die Rhythmusgestörten

Ungewöhnliche und zeitversetzte Arbeitszeiten, wie sie im Gesundheitsbereich, bei Notdiensten oder im Schichtdienst auftreten, können den Rhythmus von Tag und Nacht ziemlich durcheinander bringen und es ist kein Wunder, wenn in diesem Zusammenhang auch Schlafstörungen auftreten. Gewohnheitssache, sagen die Routinierten - aber manche haben eben ihre liebe Not damit.

Die Empfindlichen

Schlafstörungen können ihre Ursache auch in äußeren Reizen haben - Lärm und Licht gehören dabei wohl zu den häufigsten Ruhestörern. Es gibt auch hier individuelle Unterschiede - manche mögen gedämpftes Licht und können bei einer leisen Geräuschkulisse am besten einschlafen, andere haben es lieber völlig ruhig und dunkel.
Leute, die nahe an einem Bahnhof oder an einem Flughafen wohnen, erzählen manchmal, dass sie irgendwann die Züge oder Flugzeuge einfach nicht mehr hören. Manches ist also wohl eine Frage der Gewohnheit.

Und nun?

Es sollte nicht mehr und nicht weniger sein als eine Skizze. Rhythmusverschiebungen und Umstellungen, die vorübergehend zu Schlafproblemen führen, können eine Zeit lang erhöhte Reizbarkeit mit sich bringen, pendeln sich aber meist von allein ein. Hinter Schlafproblemen können aber auch andere Schwierigkeiten stehen - und brauchen dann Ansätze, die über das Thema Einschlafen und Durchschlafen hinausgehen.

s. auch:
Ich kann nicht einschlafen: Tipps und Ansatzpunkte

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Ich kann nicht einschlafen

Die virtuelle Schlaftablette war eine erste Annäherung an das Problem der Schlafstörungen. Es steckt aber noch etwas mehr dahinter, nicht nur die Idee einer individuellen Schlafinstruktion, sondern auch ein Ansatz zur Typologie der Schlafgestörten. Schlaftabletten sind eine fragwürdige Sache - nicht nur, weil der Tablettenschlaf nicht so tief geht, sondern auch weil die Gefahr besteht, eine Medikamentenabhängigkeit zu entwickeln. Dann geht es ohne Tablette gar nicht mehr. Ärzte, die mit der Verschreibung solcher Tabletten sehr vorsichtig umgehen, haben also ihre Gründe dafür.

Als Anleitung zur Selbsthilfe habe ich hier einige Fragen gesammelt, die man sich selbst stellen kann, um einer Lösung näher zu kommen.

  • Trinke ich zuviel Kaffee? Kaffee kann den Schlaf stören - hilft aber manchen auch kurz vor dem Einschlafen.
  • Schlafe ich tagsüber und bin dann abends nicht so recht müde?
  • Bin ich abends körperlich noch 'zu fit' - und hilft mir dann mehr Bewegung, die mich auch körperlich anstrengt?
  • Kann ich meine Problemlösestrategien verbessern? Zeit einplanen, in der ich mich mit Probleme befasse, die mich sonst beim Einschlafen stören?
  • Nutze ich mein Bett zum Lernen, zum Lesen, als Arbeitsplatz und muss deshalb abends immer wieder an unerledigte Dinge denken?
  • Was ist anders, wenn ich gut einschlafen kann?
  • Wenn ich ungelöste Probleme mit mir herumschleppe: was müsste geschehen, damit das Unlösbare lösbar wird?
  • Welche Gedanken, Bilder, Szenen helfen beim Einschlafen?
  • Helfen Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training?
  • Kann ich mein Bett irgendwie anders stellen? So seltsam es klingt - manchen hilft das. Vielleicht, weil dabei ein Routinemuster unterbrochen wird. Die Erwartung, 'jetzt gehe ich ins Bett und kann wieder nicht einschlafen', wird irritiert, wenn irgend etwas anders ist.
Und das ist auch ein Standardtipp, ein Dietrich für so manches Schloß: wenn etwas nicht funktioniert, versuche etwas anderes. Oder wie die Indianer sagten: wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.

s. auch:

Artikel aus dem Blog von Dr. Rose Shaw:
Hilft Schäfchenzählen bei Einschlafproblemen?
Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

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Sonntag, 21. Februar 2010

Wölfe

Wilde Tiere im Winter. Die Faszination unberührter Natur kann zu vielen Gedanken anregen, die Vergessenes und doch tief Verwurzeltes wieder wachrufen. In einer Kultur, die so seßhaft geworden ist, dass Bewegung, offenes Terrain und die Unsicherheit in der Wildnis fern und unerreichbar erscheinen, geht immer auch ein Stück Freiheit verloren.



Interessante Blogbeiträge 11 und ein Drittel

Da habe ich doch in einem Blog einen interessanten Artikel gefunden, mit zehneinhalb Tipps, wie man interessante Blogbeiträge schreibt. Vor allem der zehneinhalbte gefällt mir dabei besonders gut. Das ist wahrlich schwer zu übertreffen. Werden also elfeindrittel daraus?

1. Abschreiben gilt nicht.
Dann muss ich mir wohl selbst etwas einfallen lassen.

2. Worum geht's?
Wie soll ich ansprechen, wenn ich doch schreibe? Wieso Schlag-Zeile, wenn ich niemanden schlagen will? Was neugierig macht, ist erlaubt.

3. Infos!
Hier gibt es was zu lesen. Antworten. Neuigkeiten. Oder sonstwas.

4. Liest man auch einen Artikel, dessen Überschrift so lang ist, dass man viele Zeilen braucht, um alles unterzubringen, was im Titel genannt werden soll? Könnte auch ein Artikel über das vorsintflutliche Liebesleben der Ameisen unter besonderer Berücksichtigung der Darwinschen Theorie, konfrontiert mit den Einsichten der evolutionären Erkenntnistheorie, eine angeregte Leserinnenschaft finden?
Manche lesen wirklich alles (Un-)Mögliche...

5. Schreiben ist Lernen
Ich gestehe: manchmal schreibe ich über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Weil ich mich beim Schreiben kundig mache... und dabei unter Umständen das zu Blog bringe, was mir gerade eben klar geworden, was ich gerade eben erfahren habe. Nicht immer, aber gelegentlich.

6. Lesen ist Mitdenken
Nachplappern ist eine Idee. Aber ein Pieks, der zum Selberdenken stupst, hat auch was.

7. Schreiben für bestimmte Leser, nicht für alle.
Zuviel volks-dümmlich ist leider nicht mein Ding. Was mich interessiert, lese ich gern auch zweimal.

8. Gliederung und Struktur
Kann man so oder anders nennen. Wie auch immer, ist in Ordnung.

9. Schnelles Lesen führt zu Oberflächlichkeit
Dynamisches Lesen hat etwas für sich... die Erfahrung, dass ich dabei immer oberflächlicher werde, hat die Gegenbewegung wieder aktiviert. Dort, wo ich langsamer lesen muss, denke ich auch gründlicher nach. Alles hat eben zwei Seiten... nur die Blogs nicht, die sind meist viels(e)itig.

10. Klicks auf Links
Führen oft wieder vom Blog weg. Google Analytics zeigt das sehr deutlch... Ja, nein, mit Bedacht oder erst am Ende des Artikels? Darüber kann man sich streiten.

11. Schreib was du willst
Und lass dir Zeit herauszufinden, was das genau bedeutet.

11 ein Drittel
Lass deinen Geist leuchten, es ist dunkel genug auf der Welt.


Donnerstag, 18. Februar 2010

Entspannungsmusik: Paul Collier - Slow Down

Schöne Stücke zum Entspannen finden sich immer wieder. Manche Stücke betonen eher das Dynamische, 'Slow Down' ist eher beruhigend, eignet sich zur Entspannung kurz vor dem Einschlafen. Titelgetreu wird es am Ende immer langsamer.



mehr Entspannungsmusik:


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Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

Oft gelesen