Mittwoch, 21. Oktober 2026
Kann man Kommunikation trainieren?
Montag, 8. Juni 2026
Rheumatoide Arthritis und Depression
Juni 2026. Medical News Today veröffentlicht einen Artikel über den Zusammenhang von Rheumatoider Arthritis und Depression. Ob da vielleicht ein Zusammenhang, eine Wechselwirkung bestehen könnte. Meine spontane Reaktion aus eigenen Erfahrungen war: "ja natürlich." Es macht einfach keinen Spaß, wenn man jeden Tag Schmerzen hat. Im Artikel wird eine Zahl genannt: im Jahr 2021 wurden weltweit 17,9 Millionen Betroffene gezählt, die an rheumatoider Arthritis leiden. Studien zeigen, dass Rheumatoide Arthritis das Risiko für zahlreiche weitere Gesundheitsprobleme erhöht, eben auch Depression. Und depressive Symptome können wiederum die Rheumatoide Arthritis verstärken, vor allem dann, wenn sich die Behandlung als schwierig erweist. Durch den entzündlichen Prozess gehen die Gelenke kaputt. Osteoporose, Herzerkrankungen, Augenprobleme, Schlafstörungen, Übergewicht sind mögliche Folgen. Und dann wird im Artikel eine neue Betrachtung vorgeschlagen, die stärker von einer Wechselwirkung ausgeht - und eben nicht einfach den Schluss nahelegt, bei Schwierigkeiten immer mehr und stärkere Medikamente einzusetzen, sondern dort anzusetzen, wo sich etwas machen lässt. Bei den Lebensbedingungen, Risikofaktoren, dem Umgang mit Schmerz.
Dienstag, 5. Mai 2026
vom hörverstehen
Donnerstag, 12. März 2026
Der Verlust des Fragens
Donnerstag, 7. August 2025
Niemand hört (auf) mich
Donnerstag, 19. Juni 2025
Was ist ein Cochlea-Implantat? Informationsquellen
Was ist eigentlich ein Cochlea-Implantat und wie funktioniert es?
Hier einige Informationsquellen:
Was ist ein Cochlea-Implantat?
Ein Film dazu:
Informationen der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.:
Informationen zum Cochlea-Implantat
Noch mehr Infos.... das Fachmagazin "Schnecke":
Basiswissen zum Cochlea-Implantat
Mittwoch, 18. Juni 2025
Töne im Raum - Übung zum Richtungshören
Ich sitze am Klavier und will ein kleines Werk produzieren. Die Töne sollen sich im Raum verteilen, deshalb bitte Kopfhörer aufsetzen. Es ist nicht so zart wie Mozart, nicht erschrecken. Ich habe zwar kein Klavier und kann auch nicht spielen, aber vielleicht geht es auch so. Also... aus welcher Richtung kommen die Töne, verteilen sie sich nun im Raum?
Apps für Audiotherapeuten
Eine kleine Auswahl aus dem Google Play Store:
Spectroid
Schallmessung
Sound Analyzer Basic
Tonale Tinnitus Therapie
Entspannen Wasser
Hörtest
Hearing Test (Sennheiser)
HVTS - Hörverstehenstest
Schallquelle CI - Hörtrainer
Function Generator
Das absolute Gehör
Konzentrationstraining
Groovepad - Music & Beatmaker
40 Gartenvögel und ihre Stimmen
Das eine mag für den einen, das andere für die andere passen, sicher nicht alles für alle.
Und es muss nicht immer ein teures Abo sein.
Aufmerksamkeit im Gespräch
Man kann sich einfach dabei schwer auf ein Gespräch konzentrieren - die Fähigkeit, Sprache zu benutzen und Sprache zu verstehen, nimmt ab. Art Kramer, Professor für Sozialpsychologie in Illinois, beschreibt das sehr drastisch: "This study shows that various aspects of language go to hell when you're driving" - verschiedene Aspekte der Sprache gehen beim Autofahren zum Teufel. In den Untersuchungen benutzte Art Kramer zusammen mit dem Psycholinguisten Gary Dell einen Fahrsimulator. Unter den 96 Versuchspersonen war die Hälfte älter als 65 Jahre, die andere Hälfte etwa 20 Jahre alt. Paarweise zugeordnet sollte eine Person eine Geschichte erzählen, die andere später wiedergeben, was sie behalten hatte. Zunächst wurde gemessen, wieviele Details erinnert werden konnten, wenn der Fahrer einfach nur im Simulator saß. In der zweiten Phase ging es simuliert durch dichten Stadtverkehr - die zweite Person saß daneben oder telefonierte mit dem Fahrer. Diejenigen, die in der Simulation durch dichten Stadtverkehr fuhren, erinnerten sich an 20 Prozent weniger Details - die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und zu behalten, war also deutlich reduziert. Wer nun meint, den Jüngeren würde das nicht so gehen, täuscht sich: auch bei ihnen nahm die Fähigkeit, eine Geschichte wiederzugeben, sehr deutlich ab.
Bereits im Dezember 2008 wurde eine Studie veröffentlicht, dass Telefongespräche während einer Autofahrt die Aufmerksamkeit erheblich stören - mehr als ein direktes Gespräch. Und das gilt auch, wenn eine Freisprechanlage benutzt wurde.
Ein Zitat von Gary Dell aus der aktuellen Studie stimmt nachdenklich: "With modern technology, we're talking more and more while we are doing other things, but we may be understanding one another less and less." Übersetzt: Moderne Technologie füht dazu, dass wir mehr und mehr Gespräche führen, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind. Und dabei verstehen wir uns gegenseitig immer weniger.
Grund genug also, nicht nur beim Autofahren mit Gesprächen vorsichtig zu sein und vor allem im Stadtverkehr eben nicht zu telefonieren. Gespräche zu führen, wirklich gute Gespräche zu führen, das setzt eben auch die volle Aufmerksamkeit voraus. Es geht eben nicht immer nur so nebenbei.
Quellen:
University of Illinois at Urbana-Champaign (2010, January 22). Driven to distraction: New study shows driving hinders talking. ScienceDaily.
American Psychological Association (2008, December 1). Drivers Distracted More By Cell Phones Than By Passengers. ScienceDaily.
Wiederbelebung....
Oje. Meinen Blog werde ich wieder aufleben lassen, das wird aber viel Arbeit machen. Alte Sachen, die unineressant geworden sind, links, die nicht mehr funktionieren und Gestaltungselemente, die durch das neue Design nicht mehr lesbar sind. Aaaaaber... es wird auch neue Inhalte geben.
Der springende Punkt
so manchem man ein liedchen singt,
doch keines jenem punkt, der springt
unbeachtet soll er leiden
und doch so mancherlei entscheiden
worauf es ankommt, macht er klar
macht einsicht möglich, wie es war,
sein könnte, sollte oder muss
beendet dann den überdruss
über die wirre vielfalt im denken
kann den blick auf das wichtige lenken
beendet die wirren im gedankensumpf
das fragen wird deutlich, nicht mehr dumpf
glocke der erkenntnis! im schädel klingt
durch den weisen punkt, der springt
Impressum
Dipl.-Psych. Rolf Grießhammer
Sprecherzieher (grad.)
Münzstraße 7
34537 Bad Wildungen
Rolf Grießhammer (Anschrift wie oben)
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Mittwoch, 30. Oktober 2013
Fragmentierte Traumabearbeitung
Solche Erfahrungen machen die ganze Angelegenheit oft noch unangenehmer – wenn sich jemand nach vielen Jahren oder Jahrzehnten endlich dazu durchgerungen hat, von schlimmen Erlebnissen zu berichten, dann sollten sie nicht auch noch die Erfahrung machen, dass niemand darauf eingehen will.
Natürlich gibt es spezielle Zusatzausbildungen für die Traumatherapie, natürlich macht es Sinn, nach Psychotherapeuten zu suchen, die sich darauf in besonderer Weise spezialisiert haben. Aber auch ohne den Anspruch, in die Aufarbeitung tief und umfassend einzusteigen, lässt sich einiges tun, um Wege aufzuzeigen, Entlastung zu ermöglichen und vor allem die Erfahrung des Alleinbleibenmüssens mit unangenehmen Erfahrungen zu korrigieren.
Eben das ist gemeint mit dem Ansatz fragmentierter Traumabearbeitung. Gewalterfahrungen, Missbrauch, Misshandlung, schlimme Unfälle usw. lassen sich nicht in 5 Minuten aufarbeiten, Traumafolgestörungen nicht mit einem einzigen Zauberspruch aus der Welt schaffen. Gerade dann, wenn ein Erlebnis überwältigend, niederschmetternd, überfordernd oder unerträglich war, lässt es sich nicht ‚als Ganzes’ erfassen. Wer dem Prinzip ‚Erinnern und Durcharbeiten’ folgt und dabei solche Situationen untersucht, wird immer wieder neue Aspekte entdecken können. Möglichst viel aufzudecken und dann die Traumatisierten damit allein zu lassen, das ist das Schlimmste, was man ihnen antun kann. Schrittweise vorzugehen und dabei immer mehr Fähigkeiten zu aktualisieren und weiter zu entwickeln dagegen eine sehr wirksame und hilfreiche Methode.
Die Frage, wann ein Trauma hinreichen ‚bearbeitet’ oder ‚aufgearbeitet’ ist, lässt sich nicht so leicht beantworten. Traumafolgestörungen sind gute Kriterien dafür: wenn flashbacks, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Albträume usw. nachlassen, scheint die Aufarbeitung gelungen. Es kann aber auch bedeuten, dass das traumatische Erlebnis erneut weit weggeschoben, analytisch gesprochen massiv verdrängt wird. Vielleicht ist das ja auch sinnvoll und damit komme ich zu einer differenzierteren Betrachtung dessen, was als Verdrängung bezeichnet und oft als unangemessen bzw. krankhaft eingeordnet wird.
Die Psyche verfügt über Schutzmechanismen.
Wenn eine Situation unerträglich ist, kann ich mich aus ihr befreien – selbst dann, wenn ich mich kaum bewegen kann. In meiner Phantasie bin ich dann ganz woanders, gar nicht da, das Schlimme betrifft mich nicht, hat mit mir nichts zu tun. Ich bin woanders, ich bin ein anderer, das was mir widerfährt, bin ich nicht.
Vielleicht dauert es dann Jahre oder Jahrzehnte, bis das Erlebnis sich wieder meldet, gewissermaßen ‚Hallo’ sagt und nun endlich mal bearbeitet werden möchte. Wie ein Brief, zeitgemäßer vielleicht: eine E-Mail, die immer noch nicht beantwortet wurde, sich aber auch irgendwie nicht löschen lässt.
Beantworten ist dann auch: zu erkennen, „das war ich wirklich, das ist mir passiert“. Sich an das Schreckliche herantasten, um schrittweise zu verstehen, was da eigentlich geschehen ist, wie es geschehen konnte, all die Fragen zu beantworten, die quälend sein können, Fragen nach dem Warum, warum gerade ich, warum gerade mir so etwas passieren musste.
Fragmente sind Splitter, Erlebnisaspekte, Gefühlsqualitäten wie Entsetzen, Schuld, Angst, Scham, Misstrauen, Unsicherheit und Verzweiflung. Wenn alles auf einmal mit aller Wucht ins Bewusstsein strömen würde, könnte die emotionale Überschwemmung alles zunichte machten, was an konstruktiver Aufarbeitung angeregt wird.
Nehme ich dagegen ein einzelnes Fragment heraus, wird die komplizierte Geschichte leichter handhabbar. Gehe ich davon aus, dass ein dicker Brocken darin besteht, in der Vergangenheit hängenzubleiben, ist allein die Fähigkeit, auf der Zeitachse wieder zurück in die Gegenwart zu finden, eine große Hilfe.
So, liebes Trauma, ich komme mal zu Besuch, aber ich sage es gleich: wenn es mir zuviel wird, dann gehe ich wieder. Es ist eine bildhaft-symbolische Betrachtung, die Schutzmechanismen entwickelt gegenüber der Gefahr, von einem traumatischen Erlebnis gewissermaßen gefangen zu werden. Äußerungen wie „ich muss immer daran denken“ zeigen, dass solche spontan ins Bewusstsein dringenden quälenden Erinnerungen durchaus zwanghaft wirken können. Sich befreien heißt dann, entscheiden können, ob ich mich erinnern will oder nicht. Sprachanalytisch betrachtet: ‚ich erinnere mich’ ist eine reflexive Formulierung, ich tue da etwas mit mir, sage ich dagegen ‚ich erinnere etwas’ kommt ein Objektbezug zum Ausdruck.
Sich aufdrängende Erinnerungen sind mit dem Erlebnis von Unkontrollierbarkeit verbunden.
Alles, was in irgendeiner Weise dazu dient, Selbstkontrolle zu entwickeln, hilft auch, diesen unangenehmen Aspekt traumatischer Erlebnisse zu reduzieren. Das Fragment „ich bin hilflos und kann nichts tun“ bekommt durch die Erfahrung zunehmender Selbstkontrolle eine andere Akzentuierung, verliert an Bedeutung. Das, was in einer Situation hilft, Einfluss zu nehmen, sich nicht hilflos zu fühlen, lässt sich vielleicht auch in einer anderen Situation einsetzen.
Wenn ich eine Situation erinnere, also bewusst wieder wachrufe, erkenne, dass ich damals vielleicht hilflos war, heute aber, jetzt gerade nicht hilflos bin, dann ist die Erinnerung nicht mehr so schlimm. Gleichzeitig wird damit eine Brücke geschlagen, die aus der Vergangenheit wieder in die Gegenwart zurückführt.
Damit sind natürlich noch lange nicht alle Fragmente beschrieben, die bei traumatischen Erlebnissen relevant sind. Aber ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass auch Verhaltenstherapeuten, die vielleicht mit der Aufarbeitung vergangener Erfahrungen ‚gar nichts am Hut haben’, durchaus etwas tun können, um die Traumabearbeitung vorzubereiten.
Dann müssen die Betroffenen nicht noch länger damit allein bleiben. Vielleicht hilft ein kleiner Schritt in einem kleinen Fragment nur ein kleines Stück weiter.
Aber das ist doch schon etwas.
***
Donnerstag, 31. Januar 2013
Schmerzdistanzierung
Sonntag, 18. November 2012
Rad ab? Vorurteile gegen Psychologen
Summary: In einer empirischen Studie wurden weit verbreitete Vorurteile und ihre Kovarianz mit dysfunktionalen Prozessen in der Psychotherapie untersucht. Aus mehr als dreihundert digitalisierten Therapieprotokollen wurden außerdem die relevantesten Vorurteile extrahiert und in 1587 Supervisionsstunden bis zum Erbrechen reflektiert. Es ist A. Schnurz und B. Piepegal ein wichtiges Anliegen, die Auflösung der Vorurteile voranzutreiben und die noch ungeklärten Fragen zu beantworten.
Stimmt es, dass Psychologen alle ein Rad ab haben?
Literatur:
Samstag, 27. Oktober 2012
Blood Police (Leukozytentango)
Sonntag, 30. September 2012
Das Schema Bitterkeit
Wirkt Psychotherapie auch übers Telefon?
Dienstag, 25. September 2012
Gleitflug 7 (überm Dom)
Gleitflug 7 (überm Dom) by mejaro
Montag, 23. Juli 2012
Selbstfürsorge: Affirmationen
Kann man Kommunikation trainieren?
Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...
Oft gelesen
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Alfred Adler sprach vom Minderwertigkeitskomplex , in der Schematherapie nach Young taucht das Schema Unzulänglichkeit auf. Auf die Theori...
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Ein kritischer Blick auf die Vergangenheitsorientierung - so wichtig es auch sein kann, Vergangenes aufzuarbeiten, ohne den Blick nach vorn,...
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Traumatische Erlebnisse scheinen für manche Psychotherapeuten ein rotes Tuch zu sein – mehrfach habe ich von Patienten erfahren, sie seien d...