Donnerstag, 18. Februar 2010

Das Unlösbare

(aus der Reihe "therapoesie")

ich sehe was, so wie es ist
und sage mir, das ist doch mist!
recht angenehm ist es sodann
wenn ich da was machen kann!

doch wird das ganze wirklich trist
wenn daran nichts zu ändern ist...
dann kann ich denken, grübeln, dösen,
und versuchen, das zu lösen,
was mir da nicht machbar scheint

doch: sind die kräfte nicht vereint,
dann bleibt es eben so wie's war
und - nochmal trübe - mir wird klar:
da ist etwas wohl unlösbar

mal stampf ich wütend mit den füssen,
mal spür ich meine tränendrüsen
es reibt mich auf, es macht mich müde
schließlich denk ich: meine güte!

hört denn das wohl niemals auf?
was mach ich jetzt? ich komm nicht drauf!

ich will, ich muss, und kann doch nicht
so dreht im kreis sich die geschicht'
und findet keinen weg zum handeln
verändern, besser machen, wandeln

das unlösbare hält mich fest
gibt mir nun absolut den rest
rotierend sich im kreise drehn
nirgendwo den ausweg sehn

rauf und runter, achterbahn
tausendmal durchdachter wahn
das kann ja wohl nicht wirklich sein
da fällt mir nichts mehr dazu ein...

schwer ist es, sich dann zu lösen
das unlösbare aufzulösen
sich lösen, und es lösbar machen
oder einfach drüber lachen

noch schwerer ist, es nur zu fassen
in seiner unlösbarkeit belassen
zu tragen, was man schicksal nennt
auch wenn man seinen sinn nicht kennt

am ende bleibt nicht die magie
denn zaubern - das gelingt mir nie
also seh ich lieber zu
dass ich dort, wo ich etwas tun
kann,
auch etwas tu

mehr Poesie?
Denke ich oder denkt mein Selbst?

Dienstag, 16. Februar 2010

Können sich Depressive schlechter konzentrieren?

Wenn man Depression als Erschöpfungszustand des Gehirns versteht, liegt es nahe, auch Probleme im Bereich Gedächtnis und Konzentration zu vermuten. Dr. Munro Collum und Sr. Shawn McClintock (Southwestern Medical Center, Dallas) sind hier anderer Ansicht. Nach der Durchsicht von Studien aus insgesamt 20 Jahren kommen sie zu dem Schluss, dass Depressionen sich nicht immer in Störungen der Aufmerksamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisproblemen niederschlagen. Vom neurowissenschaflichen Standpunkt aus wissen wir noch sehr wenig über den Zusammenhang von Depression, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Konzentration. Der Gedanke, dass Depression automatisch auch mit kognitiven Funktionsstörungen verbunden sein muss, ist also ein klinischer Mythos. Konzentrationsstörungen können ein Symptom von Depressionen sein, nach aussen wie eine Gedächtnisstörung wirken. In der Zusammenschau der Autoren wurden 35 Studien aus den Jahren 1991 bis 2007 ausgewertet, in denen verschiedene Schweregrade der Depression mit kognitiven Funktionsstörungen in Verbindung gebracht wurden. Zu den untersuchten Bereichen gehörten
Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Autmerksamkeit, Gedächtnis, sprachliche Fähigkeiten und die Realisierung von Handlungsimpulsen (im Original: 'executive functioning'). In den Untersuchungsergebnissen zeigte sich eine große Bandbreite: manche konnten den Zusammenhang zwischen Depression und kognitiven Funktionsstörungen bestätigen, andere nicht. Die Störung der Informationsverarbeitungsprozesse (Informationen aufnehmen, verarbeiten und Handlungsimpulse ableiten) wurde dabei am häufigsten bestätigt. Depressionen führen dazu, dass all diese Prozesse mehr Zeit in Anspruch nehmen. Für die anderen Bereiche lassen sich die Effekte nicht durchgängig nachweisen.
 
Wie kann man nun diese unterschiedlichen Ergebnisse erklären?
Ein Problem dabei sind die unterschiedlichen Methoden, mit denen Depression gemessen wurde - manche Studien verwenden klinische Kriterien, andere unterscheiden verschiedene Schweregrade auf Skalen. Die Autoren halten es deshalb für notwendig, umfassendere Daten zu sammeln, in denen ausserdem Faktoren wie Alter und Bildungsstand berücksichtigt werden. Dauer und Intensität einer depressiven Phase sollten wesentlich genauer beschrieben werden. Therapeuten sollten auf jeden Fall die reduzierte Informationsverarbeitungskapazität bei Depressiven berücksichtigen - und Forscher detaillierter die funktionalen Defizite beschreiben, die im Zusammenhang mit depressiven Phasen auftauchen können. Die Forschung sei zwar nützlich gewesen, so die Autoren, das Depressionskonzept aber überarbeitungsbedürftig, wenn zukünftige Forschung präziser werden und damit den Klinkern konkrete Handlungsanweisungen zur Verfügung stellen soll.


Quelle:
UT Southwestern Medical Center (2010, February 10). Depression and lack of concentration do not necessarily go together

Abruf am 16.Februar 2010, 20:00 Uhr

Montag, 15. Februar 2010

Schwobarock: Schwoißfuaß

Dees ghert au zur Allgemeinbildong en punkto 'Schwäbisch'. Äbbes ieber Schwobarock z'wissa.
Für Sonstige... hier geht es um das soziale Problem der Benachteiligung, die sich nicht nur in der Jugendszene, sondern auch bei sportlichen Anlässen in stets neuen Gewändern aber mit demselben Grundprinzip zeigt. Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Wer Schwein hat, bekommt ein Medaillon, bereits eine Hundertstelsekunde später... bleibt nur das Dabeigewesensein.

Die Welt ist einfach nicht gerecht.


Verhaltensanalyse: Einführung für Laien

Verhaltensanalyse: was ist das eigentlich, wie geht das und wofür ist das gut? Abseits von fachlich komplizierten Darstellungen soll die folgende Präsentation zum Durchklicken eine Einführung für Laien sein. Für Leute also, die damit im Rahmen der Verhaltenstherapie konfrontiert werden oder einfach neugierig sind, was es damit eigentlich auf sich hat.




s. auch: SORKC-Modell (Wikipedia)

Fahren mit Strom? Neues über Elektroautos


Probleme bei der Mindset Holding AG... eine solche Meldung stimmt nachdenklich. Neue Ideen haben es oft schwer, sich zu etablieren. Es muss sich eben lohnen, wirtschaftlich sein. Dabei sollte man davon ausgehen, dass umweltfreundliche Produkte auch gefördert werden und eine interessierte Anhängerschaft finden. So einfach ist das aber alles nicht. Wie steht es denn nun um die Elektroautos, wie weit sind sie entwickelt?

Ein kleiner Blick auf neue Modelle 2010



Wie man sieht: es gibt noch einige Probleme. Noch zwei Videos zum Praxistest.



Teil 2



Insgesamt lässt sich sagen, dass die Technik zwar wesentlich umweltfreundlicher ist - die praktischen Probleme (Reichweite, Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten etc.) sind noch groß. Schließlich bleibt auch die Frage offen, wie umweltfreundlich denn die Energie produziert wird, mit der sie betrieben werden. Bis Elektroautos Normalität auf den Straßen werden, wird also wohl noch einige Zeit vergehen. Immerhin: es bewegt sich etwas.


s. auch:
Mensch - Energie - Umwelt



Sonntag, 14. Februar 2010

Blogs - Einstellungen und Potentiale

Auswertung der Blogumfrage: Sind Blogs Ressourcen?
55 Stimmen wurden in einem Monat abgegeben, mehrere Antworten waren möglich. Das Ergebnis:


Blogs sind nutzlos

9 Stimmen (16%)

Bloggen bildet

11 Stimmen (20%)

Bloggen macht süchtig

9 Stimmen (16%)

Blogs sind nur
Selbstbespiegelung

20 Stimmen (36%)

Bloggen stiftet Gemeinschaft

12 Stimmen (21%)

Weiss nicht

4 Stimmen (7%)


65 Kreuzchen wurden gemacht, es gab also auch Leute, die mehreren Aussagen zugestimmt haben.
Gedanken zu den einzelnen Thesen:

Blogs sind nutzlos

Nutzlose Blogs gibt es auch. Insgesamt aber sind Blogs durchaus nützlich. Oder können es zumindest sein. Manche mehr, manche weniger, die Frage ist dabei auch: nützlich für wen?
Blogs können für Blogger nützlich sein oder für Leser - als Experimentierfeld können sie auch dann ihren Sinn haben, wenn man von aussen betrachtet wenig damit anfangen kann. Aber so richtig in Gang kommt das Bloggen erst, wenn es für beide Seiten auch etwas Nützliches mit sich bringt. Der Gedanke also: Blogs können nützlich sein, wenn man sinnvoll mit ihnen umzugehen weiß.

Bloggen bildet

Blogs haben Bildungspotential. Hinter dem Gedanken steht zunächst die persönliche Erfahrung, dass das Bloggen notwendigerweise zur Auseinandersetzung mit dem Medium Internet führt - und damit den Horizont erweitert, zur Entwicklung neuer Fertigkeiten führt. Etwas häufiger zu tun bringt auch Routine mit sich, kann also zu einem bewussteren Umgang mit der Sprache anregen. Aber auch das Lesen bietet Bildungsmöglichkeiten - wenn man nicht alles allzu sehr für baren Münze nimmt. Lesende können sich einen Eindruck verschaffen von dem, was andere so denken, womit sie sich beschäftigen, was ihnen wichtig erscheint. Es ist dabei nicht nur die reine Information, die einen Wert haben kann, sondern auch die Einsicht in verschiedene Sichtweisen, Auffassungen also, die man nicht alle teilen muss, aber als Grundlage der je eigenen Meinungsbildung heranziehen kann. Manches ist auch einfach unterhaltsam... und ich finde, auch das hat seinen Wert.

Bloggen macht süchtig

Auch hier denke ich, dass es darauf ankommt, wie man mit Blogs umgeht. Suchtgefahr besteht - und es scheint sinnvoll, sich gelegentlich daran zu erinnern, dass es auch ein Leben außerhalb des Internets gibt, dass die virtuelle Welt zwar durchaus real ist, aber eben nur einen Teil der Realität ausmacht. Für Blogger heißt das, dass es eben darum geht, das richtige, persönlich passende Mass zu finden.

Blogs sind nur Selbstbespiegelung

Diese These, die eine eher skeptische Haltung gegenüber Blogs zum Ausdruck bringt, hat (für mich erstaunlich) die meiste Zustimmung gefunden. In dieser Skepsis steckt aber ebenfalls Potential: als Selbsthilfemethode, als Anlass, bestimmte Themen aufzuarbeiten oder die Vergangenheit zu bewältigen, steckt auch hier Potential, das sich entwickeln und entfalten lässt. Umso mehr, wenn aus dem reinen Aufschreiben der eigenen Gedanken noch eine weitere Komponenten hinzu kommt: der Gedankenaustausch 'rund um den Blog'.

Bloggen stiftet Gemeinschaft

Immerhin: Rangplatz 2 - Bloggen birgt das Potential zur Gemeinschaft in sich. Wer über etwas schreibt, bringt damit zum Ausdruck: da gibt es ein Thema, das mich beschäftigt. Andere finden sich vielleicht darin, entdecken einen Anlass, sich dazu zu äußern. Kommentare, ergänzende Netzwerke wie Twitter oder Facebook können Kontakte ermöglichen, Bezugspunkte für den Gedankenaustausch oder auch Plaudereien sein. Nicht zu vergessen: Foren, die sich auf die Plattform selbst beziehen oder im Umfeld von Blogs verlinkt sind, bieten weitere Möglichkeiten, Kontakte aufzubauen und zu pflegen.
Insgesamt bietet das Bloggen ein großes Potential - auch wenn es noch wenig erkannt und keinesfalls vollständig ausgeschöpft ist.

s. auch:

*

Donnerstag, 11. Februar 2010

Nur noch ein Bierchen vor der Fahrt

Was für ein Spruch. Nur noch ein Bierchen vor der Fahrt. Es kann auch aus anderen Gründen gefährlich werden. Es ist eine wahre Geschichte: mit Freunden unterwegs kam einer auf die Idee, vom Rücksitz aus eine Coladose neben dem Ohr des Fahrers zu öffnen. Der war zwar 'gut drauf', erschrak aber über das plötzliche Geräusch und riss das Steuer herum. Den nachfolgenden Unfall überlebte er nicht. Genausowenig wie die Freundin des Colatrinkers, der auch zum Trinken nicht mehr kam...
Und mit seinen Schuldgefühlen nicht fertig wurde, trotz der vielen Drogen, mit denen er sich vollpumpte. Feiern, Spass, klar... Blödsinn machen und nicht weiter denken.

Vor allem daran nicht: dass es Unschuldige treffen kann.
 



Nicht widerlegt, also wahr?

Es klingt vernünftig, davon auszugehen, dass eine Aussage, die man nicht widerlegen kann, gültig oder wahr ist. Folgt man dem Denkmuster der Falsifikation, kann man sagen, dass eine Theorie, die man einfach nicht widerlegen kann, irgendwie brauchbar sein muss. Da muss doch etwas dran sein! Nun stelle ich einmal eine kühne Theorie auf, eine ganz einfache. Eine singuläre existenzielle Hypothese, ganz bescheiden. Sie lautet:

Irgendwo im Universum hüpft ein grünes Männchen mit Nickelbrille um ein lila leuchtendes Lagerfeuer.

Wie sinnig oder unsinnig eine solche Behauptung ist, sei einmal dahin gestellt. Also bitte, wer es nicht glaubt, beweise einmal das Gegenteil, widerlege - oder falsifiziere - die Theorie. Das Unternehmen könnte schon ziemlich aufwendig werden. Genau genommen müsste das gesamte Universum abgesucht werden, jeder Planet, jedes Objekt, auf dem sich ein Lagerfeuer befinden könnte... okay, jedes Objekt, das keine Atmosphäre hat, scheidet dabei aus, aber Moment... es könnte ja auch ein künstliches Lagerfeuer sein, das gar keine Luft benötigt und das grüne Männchen könnte in einem Anzug stecken, mit einer Sauerstoffmaske. Oder so. Wie auch immer... das Unternehmen Falsifikation ist so schwierig und umfangreich, dass ich mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass kein Mensch auf der Welt es schaffen wird, meine Behauptung zu widerlegen.

Irgendwo im Universum hüpft ein grünes Männchen mit Nickelbrille um ein lila leuchtendes Lagerfeuer.

Wenn das niemand widerlegen kann, muss es doch stimmen oder?
Die Schlussfolgerung lasse ich einmal offen. Wer lesen kann, hat auch einen Kopf zum Denken.

s. auch: Argumentationsfiguren
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Mittwoch, 10. Februar 2010

Blogumfrage: noch 3 Tage!

3 Tage sind es noch, dann wird die Umfrage zum Thema "Blogs" beendet sein. 50 Stimmen sind abgegeben worden. Keinesfalls repräsentativ, ein Meinungsbild eben, aber es gibt einige Aussagen, die man gut begründen kann. Die einfachste ist: die Meinungen gehen auseinander. Und - es gibt interessante Verschiebungen. Nach wie vor hat die Aussage "Blogs sind nur Selbstbespiegelung" die meisten Stimmen, aber es sind inzwischen weniger als 40 Prozent.
Argumente kamen nicht sehr viele dazu...
Also: es darf noch abgestimmt werden, insgesamt möchte ich aber vor allem dazu anregen, über den Sinn und Unsinn des Bloggens nachzudenken. Und vielleicht - Schlussfolgerungen zu ziehen, was den sinnvollen Umgang mit Blogs (als Blogger/in und Leser/in) betrifft.

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Was meint Google zu meinem Blog?

Auszüge aus der Bloganalyse. Zwei erfreuliche Ergebnisse:

Wir haben keine Content-Probleme im Zusammenhang mit Ihrer Website festgestellt.
Google hat keine Malware auf dieser Website gefunden.


Na, da bin ich froh. Das wäre mir doch unangenehm, wenn Blogbesucher irgendein Schadprogramm auf ihren Rechner bekommen würden.

Ladezeit

Im Schnitt weist meine Site eine Ladezeit von 6,3 Sekunden auf (letztes Update 06.02.2010).
Das ist langsamer als 81% aller Sites. Unter 3 Sekunden war ich schonmal, im Moment sind es etwa 5 Sekunden... das geht eigentlich noch...

Die häufigsten Suchanfragen

1 multitasking test
2 unzulänglichkeit
3 ethnozentrisch
4 noreply
5 ghrelin
6 blogger.com
7 der klügere gibt nach
8 phil collins you'll be in my heart übersetzung
9 multitaskingtest
10 dominic frasca

Häufigste Keywords

1. blog
2. kommunikation
3. psychosophie
4. kommentare
5. post
6. sprechen
7. bookmarks
8. blogs
9. klimawandel
10. ressourcen
11. abenteuer
12. rolf
13. internet
14. abonnieren
15. denken
16. gespräch
17. bloggen
18. cop15
19. miteinander
20. bildung

Soso, die Keywords sollen also den Inhalt des Blogs widerspiegeln. Es tauchen noch weitere interessante Begriffe auf wie "Abenteuer", "Engel" und "Erdbeer". "Männer", "Action" und "Poiltik", ebenso "Psychologie", "Essstörungen" und "Aufmerksamkeit".

Die Analyse erfolgte mit den Google Webmastertools.

Samstag, 6. Februar 2010

Rocknight

Ein paar Musikvideos.... für Leute, die es auch mal eine Ecke härter mögen.


Zunächst die Geschichte vom Anfang des Heavy Metal Rock.





Manfred Manns Earth Band: Blinded by the Light





Saxon: Power and the Glory





Nightwish: Over The Hills And Far Away








Kann man Kommunikation trainieren?

Die sprechwissenschaftliche Forderung ist alt: Trainer brauchen eine Lizenz! Und das ist eben die Sprecherzieherprüfung, die es seit nunmehr...

Oft gelesen